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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 04.11.2014

TaxigewerbeNur noch Kurzstrecke?

Von den Umwälzungen im Taxi-Geschäft

Von Johannes Nichelmann

Taxis stehen am Flughafen Berlin (picture alliance / ZB / Britta Pedersen)
(picture alliance / ZB / Britta Pedersen)

Taxis bilden seit jeher einen wichtigen Teil des Stadtbildes der Metropolen weltweit. Doch jetzt machen App-Betreiber und Car-Sharing-Angebote das ohnehin harte Geschäft der Taxifahrer noch unbequemer. Welche Zukunft hat das Gewerbe?

Taxis bilden seit jeher einen wichtigen Teil des Stadtbildes der Metropolen weltweit. Egal ob New York, London oder Berlin - die Fahrzeuge und ihre Fahrer gehören dazu.

Doch die Chauffeure für Jedermann bekommen immer mehr Konkurrenz: App-Betreiber und Car-Sharing-Angebote machen das ohnehin harte Geschäft noch unbequemer. Die altgediente Taxibranche wehrt sich vor Gericht. Viele Taxifahrer leben am Existenzminimum. Welche Zukunft hat das Taxigewerbe und was gibt es für neue Konzepte, auf dem Land und in der Stadt?

Auszug aus dem Beitrag:

Taxifahren ist für viele Luxus. Der Weg zum Flughafen einmal im Jahr. Oder etwas für Touristen und Geschäftsleute. Taxifahren ist vielleicht die einzige Möglichkeit nach der Party nach Hause zu kommen. Taxifahren ist der Krankentransport zum Arzt am Vormittag. Taxifahren verändert sich. Neue technische Möglichkeiten und neue Ansprüche stellen die Branche vor Herausforderungen. In Deutschland gibt es 200.000 Taxifahrerinnen und Taxifahrer.

"Ist Taxifahren ein prekärer Job?"

Taxifahrerin Susanne aus Berlin: "Also wenn man prekär definiert als gering entlohnt, dann würde ich sagen ja. Doch. Weil wir sehr starken Fluktuationen auch unterworfen sind, was die Nachfrage angeht. Weil wir eben keinen festen Stundenlohn bekommen, was man wiederum auch als Vorteil sehen kann. Aber in der Hinsicht ja. Es ist schon ein prekärer Job."

Susanne ist 44 Jahre alt. Sie ist studierte Dolmetscherin. Schon zu Uni-Zeiten hat sie als Taxifahrerin gearbeitet. Das Auto ist aufgeräumt. Ihre Handtasche hat sie zwischen sich und die Fahrertür geklemmt. Im Handschuhfach liegen ihre CDs. Susanne trägt eine schwarze Lederjacke, eine blaue Jeans und lange, zum Zopf gebundene Haare. Ein Funkgerät gibt es schon lange nicht mehr. Ein kleiner Bildschirm links neben dem Lenkrad dient sowohl als Navigationssystem, als auch als Kommunikationsmittel mit der Taxizentrale. 

 

Das Manuskript zu Sendung als PDF-Dokument und im barrierefreien Text-Format

 

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