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Kulturnachrichten

Samstag, 28. Februar 2015

Tatort: "Im Schmerz geboren" mit goldener Kamera ausgezeichnet

Martina Gedeck und Ulrich Matthes beste Schauspieler

Die Tatort-Folge "Im Schmerz geboren" ist mit dem Film- und Fernsehpreis Goldene Kamera der TV-Zeitschrift "Hörzu" ausgezeichnet worden. Den Preis als beste Schauspielerin erhielt Martina Gedeck, als bester Schauspieler wurde Ulrich Matthes ausgezeichnet. Mit einer Jubiläums-Kamera wurde anlässlich der 50. Preisverleihung Hape Kerpeling geehrt. Der "Hörzu"-Nachwuchspreis ging an Maria Ehrich. Zur größten TV-Legende wählten die "Hörzu"-Leser "Loriot" Vicco von Bülow, dessen Preis sein Enkel Leopold von Bülow-Quirk in Empfang nahm. Den Preis als bester Schauspieler international erhielt Golden-Globe-Gewinner Kevin Spacey. Susan Sarandon und Arnold Schwarzenegger erhielten die Goldene Kamera für ihr Lebenswerk international aus den Händen von Iris Berben und Danny DeVito. In der Kategorie beste Musik national siegte Herbert Grönemeyer, der Preis für das Lebenswerk Musik ging an Nile Rodgers. Olly Murs erhielt die Goldene Kamera in der Kategorie beste Musik international.

Preußen-Stiftung bietet Hilfe für zerstörte Kulturschätze im Irak an

Berliner Museen wollen helfen zu retten, was zu retten ist

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin will bei der Rettung zerstörter Kulturgüter im Irak helfen. "Wir müssen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten", sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger der Deutschen Presse-Agentur. Schon jetzt ermögliche das Vorderasiatische Museum in Berlin Restauratoren aus Krisengebieten, besondere Restaurationstechniken zu erlernen. Geplant seien zudem bilaterale Programme zur Vermittlung von Know-how. "Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Kollegen in Syrien und dem Irak", sagte Parzinger, der selbst Archäologe ist. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte im Norden des Irak einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit zerstört und damit international einen Proteststurm ausgelöst. Parzinger unterstützte die Forderung von Unesco-Chefin Irina Bokova nach einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. "Der Schutz der bedrohten Kulturgüter und Welterbestätten muss endlich auf die Agenda der Tagespolitik", sagte er.

Friedenspreis-Träger Yasar Kemal gestorben

"Memed mein Falke" ist sein bekanntestes Werk

Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels starb heute nach längerer schwerer Krankheit. Er wurde 91 Jahre alt. Kemal wird zu den wichtigsten Romanautoren der Türkei gezählt. Mit seinem 1955 veröffentlichten Roman "Memed mein Falke" wurde er zum meistgelesenen Schriftsteller seines Landes und erlangte weltweiten Ruhm. Der Kampf für Freiheit und Menschenrechte zieht sich als roter Faden durch sein Werk, zu dem 20 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten gehören. Im Jahr 1997 hatte Kemal den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.

Demonstration zur Unterstüzung von Flüchtlingen

Mehrere tausend Menschen gingen heute in Dresden auf die Straßen

Die Veranstalter wählten wegen der Pegida-Demonstrationen in den vergangenen Wochen bewusst die Elbestadt für diese Aktion aus. Die dort entstandene islamkritische Bewegung hat nach Meinung von Experten die Stimmung gegen Asylbewerber in Deutschland aufgeheizt. Die Veranstalter der heutigen Kundgebung mit anschließendem Marsch durch Dresden wenden sich gegen die Kriminalisierung von Asylsuchenden und treten unter anderem für bessere Unterkünfte, eine rasche Bearbeitung der Asylanträge und das Recht ein, als Flüchtling in Deutschland schneller eine Arbeit aufnehmen zu können. Die CDU-Politikerin Barbara John war von 1981 bis 2003 Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, sie sagte heute im Deutschlandradio Kultur: "Unser System sieht vor, dass die Menschen erst nach Deutschland kommen müssen, damit wir tätig werden. Dann kommen sie in das Asylverfahren. Viele schaffen es aber gar nicht, bis nach Deutschland zu gelangen. Wir müssten uns beispielsweise finanziell an den großen Flüchtlingslagern, etwa in den Nachbarländern von Syrien, beteiligen."

Peter Härtling erhält Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis

Der 81-Jährige wurde mit Kinder- und Jugendbüchern wie "Ben liebt Anna" bekannt

Der Autor Peter Härtling ist mit dem Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis der Stadt Alzey für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Die Jury würdigte Härtling als Schriftsteller, der als Journalist, Lektor, Lyriker, Roman- und Kinderbuchautor sowie als Radiomoderator Spuren hinterlassen habe. Mit seinen einfühlsamen Künstlerbiografien habe er zudem ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Der heute 81-Jährige wurde mit Kinder- und Jugendbüchern wie "Ben liebt Anna" bekannt, aber auch mit den Romanbiografien etwa über Franz Schubert. Die Auszeichnung wird zum Gedenken an die in Alzey geborene Schriftstellerin Elisabeth Langgässer (1899-1950) alle drei Jahre verliehen - diesmal zum zehnten Mal. Frühere Preisträger waren unter anderem Rolf Hochhuth und Christa Wolf. Härtling, der in Mörfelden-Walldorf wohnt, war zuletzt 2014 mit dem hessischen Kulturpreis geehrt worden.

Kritik an Zentralratspräsident Schuster wegen Kippa-Äußerung

Statistisch gesehen gibt es keine besonderen Problemviertel in Berlin

In Berlin wächst die Kritik am Ratschlag des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, in manchen deutschen Stadtvierteln auf das Tragen der Kippa zu verzichten. Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) wies heute im rbb-Hörfunk Schusters Einschätzung zurück, Antisemitismus trete vor allem in Stadtteilen mit hohem muslimischen Bevölkerungsanteil auf.
Der Zentralratspräsident hatte am Donnerstag davon abgeraten, in Vierteln mit einem hohen muslimischen Bevölkerungsanteil eine Kippa zu tragen, um nicht als Jude erkennbar zu sein. Solche Problemviertel gebe es "wohl speziell in Berlin, aber nicht nur in Berlin", sagte Schuster. Kolat erwiderte, statistisch gesehen gebe es keine besonderen Problemviertel. Zwar sei in Berlin die Zahl antisemitischer Vorfälle in den vergangenen Jahren gestiegen. Diese kämen aber zum größten Teil aus der rechtsextremen Szene.

Wieder mehr Pandabären in China

Der Bestand der vom Aussterben bedrohten Art hat sich seit 2003 deutlich erholt

Bei der jüngsten Zählung wurden 1864 Große Pandas erfasst, 268 mehr als 2003. Fast drei Viertel der Tiere leben in der Provinz Sichuan im Südwesten der Volksrepublik, die übrigen in den Nachbarprovinzen Shaanxi und Gansu. "Der Zuwachs der Population von wilden Großen Pandas ist ein Sieg für den Naturschutz und sicher einer, der gefeiert werden sollte", sagte Ginette Hemley von der Umweltorganisation WWF, die den Panda auch im Logo führt. Hemley lobte die chinesischen Bemühungen zum Schutz der Tiere. China begann schon in den 1970er Jahren, die Art genau zu beobachten. Später wurden Schutzgebiete eingerichtet und eine regelmäßige Zählung vorgeschrieben. Bedrohungen wie Wilderei seien zurückgegangen. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung Chinas setzt den Pandas aber nach wie vor zu. In ihrem Lebensraum gibt es nach offiziellen Angaben 319 Wasserkraftwerke und 1339 Straßen.

US-Präsident würdigt verstorbenen Schauspieler Nimoy

Obama: "Ich habe Spock geliebt"

US-Präsident Barack Obama hat den verstorbenen Schauspieler Leonard Nimoy gewürdigt. "Ich habe Spock geliebt", erklärte der Präsident mit Blick auf die Rolle des spitzohrigen Halbvulkaniers in der Kult-Serie "Raumschiff Enterprise" (Originaltitel: "Star Trek"), mit der Nimoy weltberühmt wurde. "Kühl, logisch, mit großen Ohren und ausgeglichenem Temperament" sei der wissenschaftliche Offizier Mr. Spock ein Beispiel für die "optimistische Zukunftsvision" von "Star Trek" gewesen. "Lange bevor es cool war, ein Nerd zu sein, gab es Leonard Nimoy", fügte der Präsident hinzu. Der Schauspieler war am Freitag im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Los Angeles an einer chronischen Lungenerkrankung gestorben. Nimoy hatte seine Gesundheitsprobleme vor einem Jahr öffentlich gemacht und auf seinen langjährigen Tabakkonsum zurückgeführt.

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Fazit

Ersan Mondtags "Die Verdammten" in KölnUnter Untoten
Eine lange Tafel, an deren beiden Enden zwei Frauen sitzen. Eine Frau sitzt auf dem Tisch. Im Hintergrund ist ein überdimensioniertes Foto eines Babys zu sehen. Dahinter ist eine Treppe zu sehen, auf deren oberen Ende ein Mann sitzt. Über allem liegt eine Schicht weiße Federn. (Birgit Hupfeld / Schauspiel Köln)

Ersan Mondtag inszeniert Luchino Viscontis „Die Verdammten“ am Schauspiel Köln. Das Stück über eine deutsche Industriellenfamilie, die sich mit den aufstrebenden Nationalsozialisten einlässt, lässt für unseren Kritiker Michael Laages Fragen offen.Mehr

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