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Interview / Archiv | Beitrag vom 08.10.2016

Tape Art Convention in BerlinKleben statt Sprayen

Stephan Busch im Gespräch mit Ute Welty

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Tape-Art-Künstler Jay Walker aus Philadelphia beim Anfertigen eines Wandbildes in der Berliner Galerie Neurotitan (Deutschlandradio / Oliver Kranz)
Tape-Art-Künstler Jay Walker aus Philadelphia beim Anfertigen eines Wandbildes in der Berliner Galerie Neurotitan (Deutschlandradio / Oliver Kranz)

Bei der ersten Tape Art Convention in Berlin zeigen neun internationale Künstler Kunst aus Klebeband. Initiator Stephan Busch vom Kollektiv "Tape That" erklärt die Faszination der Kunstform - und was mit Klebeband und Teppichmesser alles möglich ist.

Bei der Tape Art Convention 2016 zeigen neun internationale Künstler in einer Gruppenausstellung ihre Werke bis zum 5. November in der Neurotian Gallery in Berlin-Mitte und entwickeln dabei auch neue Projekte.

Der Tape-Art-Künstler und Initiator der ersten Tape Art Convention, Stephan Busch, sieht die Faszination von Tape Art in ihrer ungewöhnlichen Optik und der intuitiven Arbeitsweise.

"Es ist super, super modern von der Optik her. Es passt einfach total in die Zeit," sagte Busch, der mit dem sechsköpfigen Künstlerkollektiv Tape That bei der Tape Art Convention vertreten ist, im Deutschlandradio Kultur.

Ein Wandbild im Werden des australischen Tape-Art-Künstlers Buff Diss in der Berliner Galerie Neurotitan (Deutschlandradio / Oliver Kranz)Ein Wandbild des australischen Tape-Art-Künstlers Buff Diss in der Berliner Galerie Neurotitan im Werden (Deutschlandradio / Oliver Kranz)

Die Faszination des Materials und der Arbeitsweise 

Es sind die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Materials und die besondere Arbeitsweise, die Busch begeistern. "Mit Tape kann ich einfach Skizzen machen, mit dünnen schwarzen Linien ein Schema aufzeichnen und mich daran entlangarbeiten. Es ist einfach superintuitiv. Man kann jede Linie wieder abziehen. Man kann Sachen wieder wegschneiden, wieder dransetzen, im Prinzip wie ein Puzzle."  Im Unterschied zu Farbe sei das Material auch extrem leicht handhabbar, erklärte Busch, der die Ausstellung künstlerisch leitet. 

Nicolas Lawin, Mitglied des Berliner Tape-Art-Künstlerkollektivs Tape That, vor einem Austellungstück in der Berliner Galerie Neurotitan (Deutschlandradio / Oliver Kranz)Nicolas Lawin, Mitglied des Berliner Tape-Art-Künstlerkollektivs Tape That, vor einem Austellungstück in der Berliner Galerie Neurotitan (Deutschlandradio / Oliver Kranz)

Mit Skulpturen, Rauminstallationen sowie hinterleuchteten Bildern soll in der Neurotitan Galerie im Haus Schwarzenberg die Vielfalt der Tape Art gezeigt werden. Auch wenn ein Bild extrem schnell entstehen kann und manche Werke auch nur temporär zu sehen sind, arbeiteten viele Künstler oft auch Wochen und Monate an ihrem Werk, so Busch. Die Akteure der Kunstform sähen ihre Wurzeln in der Urban- und Streetart.

Das Foto vom 13.8.2011, aufgenommen in Berlin, zeigt Klebebänder von Tape-Art-Künstlern. (picture alliance / dpa / Ria Weber)Klebebänder von Tape Art-Künstlern (picture alliance / dpa / Ria Weber)

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