Das Feature, vom 06.10.2009, 19:15 Uhr

Von Jürgen Balitzki und Marcus Heumann

Ein surreales Politpanorama: Während am 7. Oktober 1989 die DDR-Führung und deren Staatsgäste aus den sozialistischen Bruderländern im Palast der Republik mit einer pompösen Feier den 40. Republikgeburtstag zelebrieren, versammelt sich draußen, vor dem "Haus des Volkes", das Volk selbst, um gegen die politische Ignoranz seiner Obrigkeit und für Gorbatschows Perestroika zu demonstrieren.

Das ehemaligen Parlamentesgebäude der DDR, der Palast der Republik in Berlin (AP)
Das ehemaligen Parlamentesgebäude der DDR, der Palast der Republik in Berlin (AP)

In jener Nacht erlebt Ostberlin die ersten Straßenschlachten seit dem 17. Juni 1953. Künstler, Organisatoren und Regisseure, die, während draußen die Wasserwerfer auffuhren, im Palast der Republik die letzte Politgala des untergehenden Honecker-Regimes in Szene setzten, erinnern sich - unter ihnen Dagmar Frederic, Heinz Quermann, Ludwig Güttler und Andrej Hermlin. Ein Stimmungsbild vom Schwanengesang des DDR-Sozialismus.

Produktion: Deutschlandfunk 1999

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