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Im Gespräch | Beitrag vom 10.08.2018

Tagesschau-Sprecher Thorsten SchröderSprechen, schwimmen, Rad fahren, rennen

Moderation: Katrin Heise

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Der Fernsehmoderator (Tagesschau) und Journalist Thorsten Schröder trainiert am 27.09.2017 zwischen Hamburg und Norderstedt mit seinem Triathlonrad. (imago stock&people)
Thorsten Schröder beim Training mit seinem Triathlonrad (imago stock&people)

Er ist eines der Gesichter der ARD-"Tagesschau": Sprecher Thorsten Schröder gehört seit fast 20 Jahren zum Team, das die wichtigste Nachrichtensendung des deutschen Fernsehens stemmt. Seine Passion sind sportliche Höchstleistungen: Schröder ist ein "Ironman".

Disziplin ist für Thorsten Schröder alles andere als ein Fremdwort. Der "Tagesschau"-Sprecher treibt Hochleistungssport. Seine Fußballerkarriere musst er als Jugendlicher wegen eines Rückenleidens beenden, eher zufällig kam er dann zum Triathlon. Ein Freund fragte ihn, ob er Lust habe, auf der Insel Föhr einen "kleinen" Triathlon zu absolvieren: "Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich dann dabei geblieben bin."

"Da kann jetzt nichts mehr kommen"

"Vor sechs Jahren habe ich das dann ausgeweitet, von den kleineren Distanzen auf die richtig lange", berichtete Schröder im Deutschlandfunk Kultur. Er steigerte seine Strecken soweit, dass er sich schließlich einen Traum erfüllen konnte. Im vergangenen Jahr schaffte er den "Ironman" auf Hawaii (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einen Marathon-Lauf): "Da kann jetzt nichts mehr kommen, auch wenn ich mich nochmals qualifizieren sollte für Hawaii. Die Premiere, das erste Mal dabei sein zu dürfen, ist einfach großartig und hat irre Spaß gemacht."

Der Journalist und Moderator Thorsten Schröder (Alexander Tempel)Tagesschau-Sprecher Schröder: Kein Problem mit Disziplin (Alexander Tempel)

Bei der Vorbereitung sei er weniger "verbissen" als "diszipliniert" gewesen.  Er habe einen Trainingsplan und den befolge er: "Ich erfülle meine Trainingspläne zu hundert Prozent, weil ich weiß: Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich das Ziel erreiche, das ich mir stecke."

Seine Karriere beim NDR begann während seines Volkswirtschaftsstudium als Aushilfe in der Poststelle. Sein Volontariat habe er bekommen, weil man es gut fand, dass er als Volkswirt "nicht in die freie Wirtschaft wollte".

Mit dem Fahrrad um die halbe Welt

Dass er es als Nachrichtensprecher in die Tagesschau schaffte, ist für ihn bis heute etwas Besonderes: "Die 20 Uhr-Tagesschau, das ist das Flaggschiff der ARD. Diese Nachrichtensendung gucken zehn Millionen jeden Abend und wahrscheinlich auch die wichtigen Politiker. Es ist für viele ein Muss um 20 Uhr. Wir haben im vergangenen Jahr mehr Zuschauer gehabt als je zuvor."

Früher hat Schröder mit dem Fahrrad die halbe Welt bereist, Osteuropa durchquert, ist durch China und Neuseeland gefahren. Dafür ist momentan keine Zeit - die verbringt er nun in Triathlon-Trainingscamps. "Aber irgendwann in ein paar Jahren" will der Nachrichtensprecher wieder aufs Rad steigen - nicht um der schnellen Zeit willen, sondern um erneut zu erkunden, was die Welt alles zu bieten hat.

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