Hörspiel, vom 20.04.2016

Szenen zu den NSU-MordenBlumen für Otello

Von Esther Dischereit

Auf den Spuren der NSU-Mordserie sucht die Schriftstellerin Esther Dischereit in einer assoziativen Szenenfolge nach den Hintergründen und fragt nach dem Schicksal der Opfer.

Weiße Rosen liegen am 08.11.2013 vor der Gedenktafel für Habil Kiliç, ein Todesopfer des NSU-Terrors, in München (Bayern). Das Mahnmal soll hier an die insgesamt zehn Menschen erinnern, die zwischen 2000 und 2007 mutmaßlich durch die Terrorzelle ermordet wurden. Der Stein führt die Namen der zehn Getöteten, die Orte und das jeweilige Datum der Verbrechen auf.  (pichture alliance / Inga Kjer)
Rosen vor der Gedenktafel für Habil Kiliç, ein Todesopfer des NSU-Terrors, in München (Bayern). (pichture alliance / Inga Kjer)

Der Generalbundesanwalt übernahm zehn Jahre nach dem ersten rassistisch motivierten Mord am 11.11.2011 die Ermittlungen. Am gleichen Tag verschwanden in Bundes- und Landeskriminalämtern und den Organen des Verfassungsschutzes Akten zu diesen Verbrechen.

Regie: Giuseppe Maio
Musik: Lutz Glandien
Prosa-Rolle: Verena von Behr
Konversionsverwalter: Christian Grashof
Stimme 2: Leslie Malton
A: Axel Wandtke
B: Uwe Preuss
A.T.: Andreas Schmidt
Wäschereiangestellte: Marie Gruber
S: Cathlen Gawlich
Frauke: Nadja Engel
ZZ: Tilo Prückner
Marie: Anne Schirmacher
XX: Horst Kotterba
Jemand: Hansjürgen Hürrig
Sie: Esther Dischereit
Stimme 3: Guntbert Warns
Stimme 1: Tatja Seibt
Enver: Mürtüz Yolcu
Otello: Mansou Ciss
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

Länge: 53’48

Die Autorin des Hörspiels "Blumen für Otello", Esther Dischereit, spricht einen Teil des Textes selbst, 9.4.2014 (Deutschlandradio - Sandro Most  )Die Autorin des Hörspiels "Blumen für Otello", Esther Dischereit, spricht einen Teil des Textes selbst (Deutschlandradio - Sandro Most )

Esther Dischereit, geboren 1952 in Heppenheim, lebt in Berlin und Wien. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Hörspiele, wurde 2009 mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet. Deutschlandradio produzierte: "Sommerwind und andere Kreise" (2002), "Nothing to know but coffee to go" (2007) sowie "Wurfsendungen" (2008 und 2012).

"Ich wollte, ich könnte es noch immer nicht glauben" - Interview mit Esther Dischereit zu den Hintergründen ihres Hörspiels