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Kulturnachrichten

Montag, 26. März 2018

Symbol für gesellschaftlichen Zusammenhalt gesucht

Zeichen für kulturelle Integration

Die Initiative kulturelle Integration sucht ein Symbol für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Noch bis Ende April können Menschen ein Zeichen, Bild, Foto oder Wort einreichen, das als Symbol für kulturelle Integration und gesellschaftlichen Zusammenhang stehen könne, teilte die Initiative mit. Ab Mai werde eine Jury in einem zweistufigen Auswahlverfahren die besten drei Ideen und Symbole auswählen. Das neue Zeichen wird am 29. Mai von Kulturstaatsministerin Grütters in Berlin vorgestellt. Die Gewinner erhielten eine Anerkennung von 1.000 Euro. Bisher seien mehr als 270 Vorschläge eingegangen. Das Bündnis besteht aus Spitzenverbänden der Zivilgesellschaft, der Kirchen- und Religionsgemeinschaften, der Sozialpartner, der Medien, dem Bund, den Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Die Initiative hatte im Mai 2017 in Berlin 15 Thesen zum Gelingen von Integration vorgestellt.

Facebook-Chef Zuckerberg soll vor US-Senat aussagen

Außerdem ermittelt die US-Verbraucherschutzbehörde gegen den Konzern

Facebook-Chef Zuckerberg soll im Zuge des Datenskandals vor dem Justizausschuss des US-Senats aussagen. Der Vorsitzende des Komitees, Grassley, teilte mit, er habe Zuckerberg, die Chefs des Google-Mutterkonzerns Alphabet und des Kurznachrichtendienstes Twitter für den 10. April zu einer Anhörung eingeladen. Zuckerberg solle sich darüber auslassen, wie Facebook in der Vergangenheit und künftig mit dem Schutz und der Überwachung von Kundendaten umgehe. Vor gut einer Woche war bekanntgeworden, dass die britische Analysefirma Cambridge Analytica persönliche Daten von 50 Millionen Facebook-Mitgliedern mutmaßlich auf unlautere Weise einsetzte, um US-Präsident Trump im Wahlkampf zu unterstützen. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC kündigte eine Überprüfung der Facebook-Datenschutzregeln wegen des womöglich zu laxen Umgangs mit persönlichen Informationen der weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer an. Sollte die FTC Facebook für schuldig befinden, nachlässig gehandelt zu haben, kann sie hohe Strafen aussprechen, die sich auf Tausende Dollar pro Tag belaufen können.

Literaturarchiv in Marbach wird Kulturdenkmal

Bauwerk der Nachkriegsmoderne unter Denkmalschutz

Das 1970 bis 1972 erbaute Deutsche Literaturarchiv in Marbach ist unter Denkmalschutz gestellt worden. Wie das Regierungspräsidium in Stuttgart und das Literaturarchiv mitteilten, wird das Bauwerk der Architekturepoche des Brutalismus zugerechnet. Die Bezeichnung geht auf den Begriff "béton brut" - "roh belassener Beton" - zurück. Der sorgfältige Umgang mit dem Beton kennzeichne den von den Stuttgarter Architekten Jörg und Elisabeth Kiefner sowie Wolfgang Lauber errichteten Bau. Das burgartige Haus am Hang sei ein äußerst qualitätvolles und anschauliches Bauwerk der Nachkriegsmoderne in Deutschland, hieß es.

EU Kulturerbe-Siegel an Leipziger Musikstätten

EU-Kommission wählte neun neue Träger aus

Neun Leipziger Musikerbe-Stätten sind im bulgarischen Plovdiv mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden. Eine weitere Auszeichnung ging an die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler im Elsass und seiner Außenlager. Kulturstaatsministerin Grütters sagte, dadurch ergebe sich "ein Bogen zwischen den schönen Künsten und einem der düstersten Kapitel deutscher Zeitgeschichte". Unter die Sammelauszeichnung "Leipzigs Musikerbe-Stätten" fallen Thomas- und Nikolaikirche, Gewandhaus, Bach-Archiv und Alte Nikolaischule. Auch Schumann-Haus, Mendelssohn-Haus und die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" gehören dazu. Das ehemalige KZ Natzweiler im Elsass hatte über 60 Außenlager auf beiden Seiten des Rheins. Es war vor allem wegen der Arbeit in Steinbrüchen und der medizinischen Versuche im Lager gefürchtet. EU-weit haben das Siegel nun 38 Stätten inne.

Künstler Frank Meisler in Israel gestorben

Bildhauer von "Kindertransport"-Skulpturen starb mit 92 Jahren

Der israelische Bildhauer Frank Meisler, bekannt für seine "Kindertransport"-Denkmäler, ist tot. Meisler starb am Samstag im Alter von 92 Jahren gestorben, wie eine Galerie-Mitarbeiterin in Tel Aviv heute bestätigte. Seine lebensgroßen Bronze-Skulpturen von Kindern und Jugendlichen mit Koffern sind an zentralen öffentlichen Orten zu sehen - zum Beispiel am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin, in Danzig und London. Der in Danzig geborene Meisler war als Junge im August 1939 mit einer Gruppe anderer Kinder am Bahnhof Friedrichstraße in einen Zug gestiegen. Ihnen gelang in letzter Minute die Flucht vor den Nationalsozialisten nach London. Die sogenannten Kindertransporte, mit denen rund 10 000 jüdische Kinder nach England entkommen konnten, begannen nach der Pogromnacht am 9. November 1938. Meislers Eltern wurden im NS-Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Für seine Erinnerungsarbeit wurde Meisler 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Pfarrgemeinden müssen Musik einzeln abrechnen

Keine Jahrespauschale mit der GEMA mehr

Konzerte und Feste könnten katholische Pfarreien in Deutschland künftig teuer zu stehen kommen. Seit Jahresbeginn müssen die Pfarrgemeinden jede Veranstaltung mit Musik außerhalb von Gottesdiensten einzeln bei der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA melden und abrechnen. Bislang gab es einen Vertrag, bei dem die öffentliche Nutzung von Musik mit einer Jahrespauschale von 45 Euro vergütet wurde. Da diese Pauschale erstmals seit 30 Jahren auf 75 Euro erhöht werden sollte, habe die katholische Kirche den neuen Vertrag aber nicht akzeptiert, heißt es von der GEMA. Vom Verband der Diözesen Deutschlands bei der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn war keine Stellungnahme zu erhalten. Im Bayerischen Rundfunk teilte der Verband mit, die neue Pauschale sei nicht angemessen.

Berliner Martin-Gropius-Bau wird umgebaut

Das Ausstellungshaus soll heller gestaltet werden

Der Berliner Martin-Gropius-Bau soll umgebaut werden. In den kommenden Monaten soll das Ausstellungshaus heller und einladender gestaltet werden, sagte die neue Direktorin des Gropius-Baus, Stephanie Rosenthal. Der Lichthof soll frei zugänglich und in das Zentrum des Hauses gerückt werden. Auch sollen Restaurant und Buchhandlung sich zum Lichthof öffnen. Über Zeitraum und Kosten der Umbauten machte Rosenthal keine Angaben. Weiter kündigte sie an, dass es ab 2019 ein Tagesticket geben werde. Programmatisch will Rosenthal den Gropius-Bau verstärkt für zeitgenössische Kunst öffnen und die Künstler ins Zentrum rücken. Zudem sollten die Geschichte und der Standort des Gebäudes unmittelbar an der ehemaligen Berliner Mauer und neben dem einstigen Gestapo-Hauptquartier den Rahmen für künstlerische Prozesse bieten. Der Martin-Gropius-Bau wird von den Berliner Festspielen getragen.

Cannes schließt Netflix aus Wettbewerb aus

Netflix-Produktionen laufen nur noch außer Konkurrenz

Die Filmfestspiele von Cannes haben Netflix-Produktionen aus ihrem Wettbewerb ausgeschlossen. Der US-Streamingdienst dürfe künftig nicht mehr für den Wettbewerb einreichen, sagte Festival-leiter Thierry Fremaux dem franzsösischen Magazin "Le Film Francais". Die Netflix-Produktionen können nur noch außer Konkurrenz gezeigt werden. Grund ist die Kompromisslosigkeit des Streamingdienstes mit den Bedingungen des Festivals. So kritisierte der Vorsitzende der Jury im vergangenen Jahr Pedro Aldomovar, dass die Leinwand, auf der Netflix-Produktionen gezeigt werden, nicht größer sein dürfe als die Sitzfläche der Kinosessel. Im Vorjahr waren zwei von Netflix produzierte Filme ins Rennen um die Goldene Palme gegangen. Die Premiere sorgte für Kritik, da sich Netflix weigerte, die beiden Filme auch nur kurz ins Kino zu bringen. Die Festivalleitung von Cannes habe sich deshalb entschieden, nur noch Produktionen zum Wettbewerb zuzulassen, die in französischen Kinos anlaufen.

Neumeier bleibt Intendant des Hamburg Balletts

Choreograf und Direktor behält Leitung bis 2023

Ballett-Legende John Neumeier wird das Hamburg Ballett bis 2023 leiten. Der 79-Jährige werde seinen 2019 auslaufenden Vertrag um weitere vier Jahre verlängern, teilte die Hamburger Kulturbehörde mit. Der Vertrag soll heute gemeinsam mit Kultursenator Brosda im Hamburger Rathaus unterzeichnet werden. Der gebürtige Amerikaner zählt zu den renommiertesten Choreografen weltweit. Seit 1973 leitet er das Hamburg Ballett, das er zu Weltruhm führte. Compagnien in aller Welt tanzen seine mehr als 150 Choreografien. Gerade feierte sein Ballett "Anna Karenina" Premiere am Bolschoi-Theater in Moskau.

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