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Fazit / Archiv | Beitrag vom 29.12.2010

Suspendierter ungarischer Redakteur hofft auf Änderungen des Mediengesetzes

Zsolt Bogar rechnet nicht mit EU-Sanktionen

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Protest gegen das Mediengesetz: Studenten in Budapest. (AP)
Protest gegen das Mediengesetz: Studenten in Budapest. (AP)

Der ungarische Radiojournalist Zsolt Bogar, der kurz vor Weihnachten für eine Protestschweigeminute suspendiert wurde, rechnet mit Änderungen an dem weltweit kritisierten neuen Mediengesetz seines Landes.

"Es ist ein Gesetz, das vielleicht noch verändert werden kann. Ich glaube nicht, dass es funktionieren könnte, wenn es so bleibt." Der Redakteur des öffentlich-rechtlichen Senders Radio Kossuth appellierte an den ungarischen Regierungschef: "Hier muss Herr Orban etwas machen."

Durch das Gesetz, das der Medienbehörde NMHH eine weitreichende Kontrolle der redaktionellen Inhalte von öffentlich-rechtlichen und privaten Presseorganen erlaubt, sei die Pressefreiheit in Ungarn zwar noch nicht endgültig beendet, erklärte Bogar. Es sei aber in seiner aktuellen Form beispiellos in Europa.

Mit Sanktionen vonseiten der Europäischen Union rechnet Bogar trotz der Empörung in ganz Europa nicht. Es sei bekannt, wie dort Entscheidungen gefällt würden: "Ich glaube nicht, dass es so weit gehen wird."

Sie können das vollständige Gespräch mit Zsolt Bogar mindestens bis zum 30.5.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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