Feature, vom 02.03.2019

Suizid und die Suche nach AuswegenSelbstmordgedanken

Zwei Tuschezeichnungen: Sie zeigen ein leeres Motelzimmer und eine junge Frau in einem Motelzimmer. (Emily Hochman)
“Stain” und “Girl in Motel Room”, Tuschezeichnungen, 2009 von Emily Hochman (Emily Hochman)

Die Zahl der Suizide steigt kontinuierlich, in Deutschland ist sie weitaus höher als die der Verkehrstoten. Wird Suizid zur stillen Normalität? Auch den beiden Autoren waren Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken nicht fremd. Sie lernen Kevin Braddock kennen, der aus einer ähnlichen Erfahrung heraus ein Buch geschrieben hat, Schulklassen besucht und einen Blog über psychische Gesundheit betreibt. Immer deutlicher wird dabei, dass Depression und Suizid mehr bedeuten als die Summe individueller Leidensgeschichten: Das Thema betrifft die Gesellschaft als Ganzes.


Ursendung
Selbstmordgedanken
Von Sebastian Meissner und Emily Hochman
Regie und Ton: Sebastian Meissner
Mit: Niklas Kohrt, Anjorka Strechel, Ole Lagerpusch und Tilmar Kuhn
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
Länge: 54'28


Sebastian Meissner, geboren 1969 im polnischen Częstochowa, studierte Pädagogik und Soziologie. Schreibt Features und Hörspiele, ist Regisseur und Komponist, realisiert Bühnenproduktionen, Filmsoundtracks und Klanginstallationen. Stücke u.a.: "Messerschleifen" (WDR 2011), "Detroit Enterprise" (WDR 2014), "All the Pretty Little Horses" (DKultur 2015), "Vodou-Ikone – Die schwarze Madonna von Częstochowa zwischen Polen und Haiti" (DLF/WDR 2017).

Emily Hochman, geboren in Williamstown/Massachusetts, Bildende Künstlerin. Sie studierte am Maryland Institute Collage of Art und erhielt 1999 ihren Bachelor of Fine Arts am California Institute of the Arts in Los Angeles. Ihr Werk umfasst Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Filme, Installationen, vor allem aber Gemälde und Zeichnungen.


Hilfsangebote für Menschen mit Depressionen, Suizidgefährdete und ihre Angehörigen:
Wenn Sie sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden oder das auf einen Ihrer Angehörigen zutrifft, zögern Sie nicht, Hilfe anzunehmen bzw. anzubieten.
Hilfe bietet unter anderem die TelefonSeelsorge in Deutschland:
0800 111 0 111 (gebührenfrei)
0800 111 0 222 (gebührenfrei)
Die Robert-Enke-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der RWTH Aachen eine Beratungshotline ins Leben gerufen. Diese Hotline bietet Informationen über Depressionen und deren Behandlungsmöglichkeiten an.
Tel. 0241–80 36 777 (Montag bis Freitag von 09 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr)
Die Stiftung hat auch eine App entwickelt, die an Depression erkrankten Menschen unter anderem Notfall-Hilfe per SOS-Notruf anbietet.