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Sonntagmorgen | Beitrag vom 15.11.2015

Sturm und Gesang Stürmische Zeiten?

Von Olga Hochweis

Wind wirbelt die Haare von Fußgängern durcheinander. (dpa / picture-alliance / Oliver Berg)
Durchgewirbelt (dpa / picture-alliance / Oliver Berg)

Auch wenn er Schaden anrichten kann: Der Sturm bringt jede Menge frischen Wind. Er steht für Geschwindigkeit, Energie und Tatkraft. Er bringt Veränderungen mit sich, die nach der berühmten "Ruhe vor dem Sturm" reinigende Wirkung entfalten können. Aus diesen und vielen anderen Gründen ist der Sturm ein vielschichtiges Thema für Musiker, Literaten und Künstler.

Dabei ist klar und nüchtern definiert, was ein Sturm ist: Winde mit einer Geschwindigkeit ab 20,8 Meter pro Sekunde (74,9 km/h). Bei einer Windgeschwindigkeit ab 32,7 m/s spricht man schon von einem Orkan. Im Unterschied zu ihm darf sich der stürmische kleine Bruder einer Vielzahl von Redewendungen rühmen, bei der er groß rauskommt. Kann es etwas Beglückenderes geben, als ein Herz im Sturm zu erobern oder eine stürmische Liebe zu erleben - auch unter dem Risiko, von diesem Sturm davongetragen zu werden? Der Sturm im Wasserglas lässt auch friedliebende Menschen nachsichtig schmunzeln und nach der ersten sturmfreien Bude haben die meisten von uns sich innigst gesehnt.

Jenseits der sprachlichen Bilder ist der Sturm aber auch eine ganz handfeste Größe, zum Glück immer weniger im militärischen Sinn. Der Sturm als Angriff gehört heutzutage in die Welt des Sports. Was wäre eine gefeierte Fußballmannschaft schließlich ohne ihre Stürmer? Und was, last but not least, wäre die Literaturgeschichte ohne den Sturm und Drang - in der Epoche der Aufklärung das Aufbegehren junger Schriftsteller wie Goethe und Schiller gegen Autoritäten?

Aber selbst, wenn man mal die Literatur- und Sprachgeschichte beiseite lässt: Die Dynamik eines Sturms bleibt faszinierend - als Ausdruck einer gewaltigen Naturkraft, die uns in Mitteleuropa gerade jetzt im Herbst besonders häufig überrascht.

Musikalische Histörchen
Am 15. November 1969 verkündeten die beiden Macher des Hamburger Star-Clubs, Manfred Weissleder und Horst Fascher, das Ende. Am 31. Dezember standen dann Hardin & York als letzte Künstler auf der Bühne, dieser legendären Musikstätte. Hier hatten die Beatles drei Mal gastiert, hier spielten Jimi Hendrix, Ray Charles, die Rattles und auch Black Sabbath. Im St. Pauli Museum findet sich heute ein Gedenkstein für diesen Club.

Der "Star-Club" auf der Großen Freiheit im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli, in der schon Musikgrößen wie "The Beatles", Ray Charles, Jerry Lee Lewis und Fats Domino auftraten. Aufnahme von 1964. (picture-alliance / dpa / Fritz G. Blumenberg)Der "Star-Club" auf der Großen Freiheit im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli im Jahr 1964 (picture-alliance / dpa / Fritz G. Blumenberg)

Dichterrätsel
Keine sturmfreie Bude, sondern ein sturmfreies Lied liefert heute den Schlüssel zur Lösung unseres Dichterrätsels. Wir wollen wissen, von wem die Zeilen des Songs stammen, den Sie in der Sendung gehört haben. Soviel sei verraten: Es handelt sich um den Text eines österreichischen Lyrikers, der im Laufe seines Lebens an die 12.000 Gedichte geschrieben hat. Bis heute ist aber nur ein kleiner Teil daraus publiziert worden. "Einen der größten Dichter der jüngeren Generation" nannte ihn Thomas Mann. Schreiben Sie Ihre Lösung an sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de.

Rätsel
Der Mann, den wir suchen, hat sich, auch unter dem Eindruck eigener Kriegserfahrungen als Kind, immer wieder in seinen Liedern und Texten gegen Krieg und Gewalt ausgesprochen. An diesem Novemberwochenende jähren sich für ihn gleich mehrere Ereignisse. Eines davon, das zu einer großen Zäsur in seinem Leben geführt hat, war ein Konzert - und zwar an einem 13. November. Wenn Sie wissen, um wen es sich handelt, schicken Sie uns Ihre Antwort per E-Mail an sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de.

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