Klangkunst, vom 03.05.2013

Das Radiostudio als Allegorie: Eine Anordnung von Räumen, über Fenster und Mikrofonierung miteinander verbunden, unterschiedliche Gruppen, die simultan ihrer jeweiligen Arbeit nachgehen: produzieren, Regie führen, kontrollieren, aufnehmen, abspielen, reflektieren.

Vorhang auf, Ton ab: "Studio" ist ein Hörstück über das Entstehen von Bildern. (Daniel Kötter)
Vorhang auf, Ton ab: "Studio" ist ein Hörstück über das Entstehen von Bildern. (Daniel Kötter)

Es entsteht ein Film über den Ort, der für das Hören produziert. Es wird ein Hörstück produziert, das die Unsichtbarkeit eines Films zu kompensieren versucht.

"Studio" lässt den Film immer wieder ablaufen, in unterschiedlichen Versionen akustischer Annäherung an das Visuelle, das fehlt. Überlagerungen der Tonspuren, Beschreibungen des Gesehenen, Interpretation der Kontrollsituation. Kötter und Seidl präsentieren vier mögliche Hörversionen eines ungesehenen allegorischen Films.

Mitwirkende: Christina Kubisch, Sebastian Berweck, Matthias Engler, Alexander Kirchner, Ewa Kožik, Peter Sandmann, Colette Brockaert, Christian Plank
Produktion: DKultur mit dem Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin 2013
Länge: 39‘40

Hannes Seidl wurde 1977 in Bremen geboren, lebt in Frankfurt als Komponist für neue Musik.
Daniel Kötter, geboren 1975 in Bergisch Gladbach, lebt in Berlin. Er ist Videokünstler und Regisseur.