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Dienstag, 17.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 10. Dezember 2018

Studie: Mehr Antisemitismus in der EU

63 Prozent der Befragten gaben an, dass sich Antisemitismus verstärkt habe

Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung in der EU hat laut einer Studie das Gefühl, dass der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen hat. 63 Prozent der Befragten aus zwölf Ländern gaben in der Erhebung der EU-Agentur für Grundrechte an, dass sich der Antisemitismus deutlich verstärkt habe. 23 Prozent sprachen von einer leichten Verstärkung. 45 Prozent bezeichneten Antisemitismus als ein "sehr großes Problem". Die Befragten aus Deutschland antworteten bei diesen Fragen ähnlich wie der Durchschnitt aller Befragten.

Menschenrechtspreis für Ordensschwester

Lorena Jenal kämpft gegen Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea

Die katholische Schweizer Ordensschwester Lorena Jenal ist mit dem Weimarer Menschenrechtspreis 2018 ausgezeichnet worden. Damit wurde auf Beschluss des Stadtrates der Klassikerstadt ihr Einsatz für die Opfer von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea gewürdigt. Schwester Lorena riskiere bei ihren Hilfsaktionen für Frauen in Gefahr vielfach ihr eigenes Leben, hieß es. Der mit 5.000 Euro dotierte Menschenrechtspreis der Stadt Weimar wird seit 1995 jährlich vergeben. Die Verleihung findet traditionell am 10. Dezember statt, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.

Stuttgarter Museum gibt Objekte an Namibia zurück

Direktorin des Linden-Museums kündigt Namibia-Initiative an

Baden-Württemberg will eine in der Kolonialzeit geraubte Familienbibel und eine Viehpeitsche des namibischen Nationalhelden Hendrik Witbooi (1834-1905) an den afrikanischen Staat zurückgeben. Dies sei der Start einer Namibia-Initiative, einer gemeinsamen Aufarbeitung der kolonialen Geschichte, kündigte die Direktorin des Stuttgarter Linden-Museums, Inés de Castro, an. Die Rückgabe ist für Ende Februar kommenden Jahres geplant. Beide Objekte sind 1902 als Schenkung ins Linden-Museum gekommen. Bis zur Rückgabe werden die Gegenstände nochmals im Linden-Museum ausgestellt. Namibia war früher die Kolonie Deutsch-Südwestafrika.

Stolpersteine in Rom gestohlen

Steine erinnerten an Nazi-Opfer

Unbekannte haben im Zentrum Roms 20 sogenannte Stolpersteine gestohlen, die zum Gedenken an italienische Holocaust-Opfer in eine Straße eingelassen waren. Die Messingtafeln des Künstlers Gunter Demnig seien in der Nacht zum Montag im Stadtteil Monti aus dem Pflaster entfernt worden, berichtete die jüdische Gemeinde in Rom auf ihrer Webseite "Shalom". Demnigs Stolpersteine erinnern an Opfer der NS-Zeit vor ihrem "letzten selbstgewählten Wohnort". Seiner Webseite zufolge liegen Stolpersteine inzwischen in 1265 Kommunen in Deutschland sowie in mehr als 20 Ländern Europas.

Neue Pinakothek schließt bis 2025

Museum soll saniert werden

Die Neue Pinakothek in München wird ab dem 31. Dezember voraussichtlich bis 2025 geschlossen sein. In dieser Zeit soll das Museum, in dem Werke von Künstlern wie Vincent van Gogh, Gustav Klimt oder Caspar David Friedrich hängen, generalsaniert werden. Zu den Kosten des Bauvorhabens machte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) keine Angaben. Zum Abschied sei der Eintritt ab dem 17. Dezember in den letzten beiden Wochen frei, sagte Sibler. Auf die wichtigsten Werke der Neuen Pinakothek, die vor allem Kunst des 19. Jahrhunderts zeigt, müssen Besucher aber nicht verzichten. Ab dem Frühjahr zeigt die Sammlung Schack eine Auswahl, weitere Gemälde und Kunstobjekte ziehen im Sommer in den Ostflügel der Alten Pinakothek.

Maler Weinberg posthum mit Goethe-Plakette geehrt

Die Laudatio hielt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann

Der deutsch-israelische Maler Max Weinberg (1928-2018) ist posthum mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt geehrt worden. "Wir alle werden Max Weinberg immer in Erinnerung behalten: seine Kunst und seine gerne von kleinen Selbstinszenierungen begleiteten Auftritte in der Öffentlichkeit", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Verleihung der Plakette in Anwesenheit von Weinbergs Familie und dessen Sohn Jonatan. Die Goetheplakette der Stadt Frankfurt wird jährlich verliehen. Über ihre Vergabe entscheidet eine Jury aus Magistratsmitgliedern.

Taj Mahal: Eintritt für Inder fünf Mal so teuer

Indische Behörden wollen Massenandrang stoppen

In einem Versuch, den Massenandrang zu stoppen und die damit verbundenen Schäden zu reduzieren, haben Indiens Behörden die Eintrittspreise für das Taj Mahal deutlich erhöht. Inder zahlen künftig 250 Rupien (drei Euro) und damit das Fünffache des bisherigen Preises. Für ausländische Touristen stieg der Preis um drei auf 19 Dollar (knapp 17 Euro). Mit den Erhöhungen lasse sich die Besucherzahl um bis zu zwanzig Prozent senken, sagte ein Vertreter der für die Instandhaltung der Sehenswürdigkeiten zuständigen Regierungsbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Nach Einschätzungen von Experten verstärken die stetig wachsenden Besuchermengen die Abnutzungen an dem weißen Marmor-Mausoleum. Die meisten Besucher des Taj Mahals, der größten Tourismusattraktion des Landes, kommen aus Indien.

Chefredakteur verlässt "Frankfurter Rundschau"

Arnd Festerling geht Mitte 2019

Die "Frankfurter Rundschau" verliert einen ihrer beiden Chefredakteure: Arnd Festerling wird Mitte 2019 das Blatt auf eigenen Wunsch verlassen, wie die Mediengruppe Frankfurt, zu der die "FR" gehört, mitteilte. Festerling hatte die redaktionelle Leitung 2012 übernommen, seit 2014 zusammen mit seiner Chefredakteurskollegin Bascha Mika. "Trotz intensiver Gespräche ist es mir leider nicht gelungen, Arnd Festerling umzustimmen", sagte "FR"-Geschäftsführer Max Rempel laut der Mitteilung. Welche beruflichen Pläne der bisherige Chefredakteur für die Zukunft hat, wurde nicht mitgeteilt. Festerling wird mit den Worten zitiert, er verlasse die "FR", "um noch mal etwas anderes auszuprobieren". Er gilt als Urgestein der linksliberal ausgerichteten Zeitung, seit 1990 hat er in verschiedenen Funktionen für sie gearbeitet.

Stiftung veröffentlicht alle Bundesgesetze

Urheberrecht liegen bei Kölner Bundesanzeiger Verlag

Die Open Knowledge Foundation wird auf dem Portal OffeneGesetze.de künftig sämtliche Bundesgesetzblätter frei als offene Daten bereitstellt. Das teilte der Verein mit. Die Stiftung riskiert damit einen Rechtsstreit mit dem Kölner Bundesanzeiger Verlag. Das Unternehmen, das im Jahr 2006 privatisiert wurde, erhebt Urheberrecht auf die Datenbank der Gesetzblätter. In Deutschland treten Gesetze der Bundesrepublik erst dann in Kraft, wenn sie im Bundesgesetzblatt erscheinen. Herausgeber ist der Bundesanzeiger Verlag, der zur Kölner Verlagsgruppe Dumont gehört. Bürger können die Gesetzestexte auf dem Portal www.bgbl.de einzeln kostenlos ansehen. "Sie können aber nicht gedruckt, durchsucht oder kopiert werden", beklagt die Stiftung. "Wer die Gesetzblätter des Staates nutzen will, muss dem privaten Verlag Abo-Gebühren zahlen."

LA Film Critics: "Roma" zum besten Film 2018 gekürt

"Roma" bekommt auch den Preis für die beste Kamera

Alfonso Cuaróns intimes Filmdrama "Roma" ist für den Verband der Filmkritiker in Los Angeles der beste Film des Jahres. Die Entscheidung gab die Vereinigung am Sonntag bekannt. Zudem sprach sie "Roma" den Preis für die beste Kamera zu. Cuaróns autobiografisch geprägter Schwarz-Weiß-Film hat schon etliche Preise abgeräumt: Bei den Filmfestspielen von Venedig gab es den Goldenen Löwen, der New York Film Critics Circle - ein Filmkritikerverband - kürte "Roma" ebenfalls zum besten Film. Und die Netflix-Produktion kann sich Hoffnungen auf eine Oscar-Nominierung in der Königssparte "Bester Film" machen. Der Verband der Filmkritiker in Los Angeles zeichnete Filmemacherin Debra Granik zudem für ihr ungewöhnliches Vater-Tochter-Drama "Leave No Trace" als beste Regisseurin aus. Die Preise der LA Film Critics werden bei einer Gala am 12. Januar vergeben.

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