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Interview / Archiv | Beitrag vom 15.12.2014

Stringer im JournalismusManchmal auch unter Lebensgefahr

Ahmed Younis hilft der ARD bei Recherchen im Gazastreifen

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Ahmed Younis, Stringer im Gazastreifen für das ARD-Studio Tel Aviv. (Deutschlandradio - Andreas Buron)
Ahmed Younis: Die Israelis werden irgendwann merken, dass der Frieden auch ihnen nützt (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Ahmed Younis ist ein sogenannter "Stringer", arbeitet als Rechercheur für das ARD-Büro in Tel Aviv. Er lebt im Gazastreifen, beschafft Informationen und stellt Kontakte her.

Auslandskorrespondenten können nicht überall gleichzeitig sein – und sind deswegen auf Mitarbeiter angewiesen. Unserem Korrespondenten in Tel Aviv, Torsten Teichmann, steht beispielsweise Ahmed Younis im Gazastreifen zu Seite. Younis lebt dort und kennt die Gegebenheit vor Ort sehr genau. Seine Recherchen finden dennoch manchmal "unter lebensgefährlichen Bedingungen" statt – der Gazastreifen ist seit langem ein Ort der Gewalt und Gegengewalt.

Gaza: Man muss Hoffnung haben, solange es guten Willen gibt

Dennoch: Man müsse Hoffnung haben, solange es Vernunft und guten Willen gebe, sagt Younis. Die Petition von rund 800 israelischen Intellektuellen an das europäische Parlament für die Anerkennung Palästinas ist für Younis so ein Hoffnungsschimmer. Es sei noch eine kleine Minderheit, die so denke, aber er hoffe auch Zuwachs. Die Israelis würden irgendwann merken, dass der Frieden auch ihnen nützt, prognostiziert Younis.

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