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Kulturnachrichten

Donnerstag, 14. Januar 2021

Streit um Reisefreiheit für Künstler nach Brexit

Zwischen der EU und Großbritannien ist ein Streit über visafreies Reisen für Künstler entbrannt. Die EU habe "für Journalisten, Künstler, Musiker" und andere Berufskategorien umfassende Post-Brexit-Regelungen vorgeschlagen, sagte der EU-Verhandlungsführer Michel Barnier der belgischen Zeitung "L'Echo". Aber es brauche zwei für eine Einigung. Britische Musiker wie Thom Yorke oder Dua Lipa hatten ihrer Regierung vorgeworfen, es versäumt zu haben, Musikern in den Verhandlungen mit der EU visafreies Reisen zu sichern. Die britische Regierung hatte dagegen erklärt, sie habe eine "ehrgeizige Vereinbarung" für Geschäftsreisende vorgeschlagen, "die auch Musiker abgedeckt hätte". Dies habe die EU aber ihrerseits abgelehnt, sagte ein Sprecher.

Tim-und-Struppi-Zeichnung erzielt Rekordpreis

In Paris ist eine Farbzeichnung der Comic-Figuren "Tim und Struppi" des belgischen Künstlers Hergé für 3,175 Millionen Euro versteigert worden. Das teilte das Auktionshaus Art Curial mit. Damit wurde der bisherige Rekordpreis für eine Comiczeichnung um mehr als eine halbe Million Euro überboten. Das Werk zeigt einen entsetzt dreinblickenden Tim mit seinem Hund Struppi in einer Vase, vor der ein riesiger roter Drache züngelt. Die Zeichnung sollte die Titelseite des fünften Tim-und-Struppi-Bandes "Der blaue Lotos" schmücken, doch dem Verlag war der Druck zu teuer. Auch die bisher teuerste Comiczeichnung stammt von Hergé. Sie kostete 2,6 Millionen Euro.

Berlins Kultursenator: Bis Ostern macht keine Bühne auf

Berlins Kultursenator Klaus Lederer geht davon aus, dass die geschlossenen Theater und Opernhäuser in der Hauptstadt noch mindestens bis Ostern wegen Corona zu bleiben, also rund zweieinhalb Monate. Er habe angesichts der aktuell sehr ernsten Infektionslage mit Vertretern der Bühnen des Landes und der freien Szene konferiert, sagte der Linke-Politiker im Berliner Abgeordnetenhaus. "Wir sind uns gestern eigentlich ziemlich einig gewesen, dass bis Ostern hier in Berlin keine Bühne aufgemacht wird. Dazu braucht man nicht viel Fantasie."

Mexikos Präsident will staatliches soziales Netzwerk

Mexikos linksgerichteter Präsident Andres Manuel Lopez Obrador will nach der Sperre der privaten Profile von US-Präsident Donald Trump bei Twitter und Facebook ein staatliches soziales Netzwerk im eigenen Land aufbauen. Globale Unternehmen wie Facebook oder Twitter seien "wie die Heilige Inquisition", zitiert die Zeitung "Milenio" Lopez. Er strebe die Gründung einer eigenen Plattform an, die das Recht auf freie Meinungsäußerung und Kommunikation garantiere. Mexiko dürfe kein Land der Zensur werden.

Der Magier Siegfried ist tot

Der Magier Siegfried Fischbacher, bekannt durch das Zauberduo "Siegfried und Roy", ist tot. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, starb Fischbacher im Alter von 81 Jahren in seiner Wahlheimat Las Vegas. "Siegfried und Roy" gelangten mit ihren weißen Königstigern zu Weltruhm. Jahrzehntelang züchteten sie in Kooperationen mit Freizeitparks die Tiere selbst. Im Jahr 2003 wurde Roy auf der Bühne von einem Tiger schwer verletzt, danach beendeten die beiden Magier ihre Karriere.

Schwedische Schauspielerin Mona Malm gestorben

Die schwedische Schauspielerin Mona Malm ist tot. Die Film-, Fernseh- und Theaterdarstellerin starb nach Angaben ihres Sohnes bereits am Dienstag im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus in ihrer Geburtsstadt Stockholm, wie mehrere schwedische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur TT meldeten. Deutschen Filmfreunden ist Malm vermutlich vor allem für ihre kleineren Auftritte in "Fanny und Alexander" und weiteren Ingmar-Bergman-Filmen bekannt. Die mehrfach ausgezeichnete Schwedin begann schon als Kind mit dem Schauspiel. Seitdem war sie an einer Vielzahl von schwedischen Produktionen beteiligt, darunter viele Filme und Theaterstücke. Später kam auch eine Reihe von Fernsehserien hinzu, etwa die in Schweden populäre Comedy-Serie "Solsidan". 2010 erhielt sie den Ehrenpreis des schwedischen Filmpreises Guldbagge, den sogenannten Hedersguldbaggen.

Prodemokratische Webseite in Hongkong gesperrt

Ein Internetanbieter in Hongkong hat nach eigenen Angaben den Zugang zu einer prodemokratischen Webseite gesperrt. Das sei im Einklang mit den Bestimmungen des nationalen Sicherheitsgesetzes in der Sonderverwaltungszone erfolgt, hieß es in einer Erklärung von Hong Kong Broadband. Gesperrt wurde die Webseite HKChronicles. Sie hatte Informationen zu Läden zusammengetragen, die die prodemokratische Bewegung unterstützt hatten. Die Webseite veröffentlichte während der Massenproteste gegen die Regierung 2019 persönliche Daten und Bilder von Polizisten und Anhängern der Politik Pekings. Die Sperrung von HKChronicles schürt Sorgen, dass Peking seine Kontrolle über die Sonderverwaltungszone weiter ausbaut.

Kulturstiftung unterstützt Projekte in Berlin

Mehrere Projekte in Berlin erhalten in diesem Jahr Fördermittel von der Kulturstiftung des Bundes. So wurden rund 3,43 Millionen Euro für 24 von der interdisziplinären Jury ausgewählte Initiativen in der Hauptstadt bewilligt, wie die Kulturstiftung in Halle an der Saale mitteilte. Darunter befänden sich Kunstausstellungen wie auch Bühnen- und Filmprojekte. Zu den unterstützten Institutionen zählen den Angaben zufolge die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das Konzerthaus Berlin, das Junge Staatstheater Berlin sowie das Haus der Kulturen der Welt.

Shakira verkauft Songrechte

Die kolumbianische Pop-Sängerin Shakira (43) hat ihre Songrechte zu 100 Prozent an das Unternehmen Hipgnosis verkauft. Der von Merck Mercuriadis geleitete Hipgnosis Songs Fund verwaltet geistiges Eigentum und Liedrechte. Der Verkauf umfasst Shakiras Katalog mit 145 Songs und Welthits wie "Wherever, Whenever" oder "Hips Don't Lie" - aber keine künftigen Kompositionen. Hipgnosis hatte erst kürzlich den Erwerb von 50 Prozent der Songrechte des kanadisch-amerikanischen Folkrock-Musikers Neil Young bekanntgegeben.

Gewerkschaft gegen Sitzenbleiben

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich dafür ausgesprochen, aufgrund der Corona-Umstände in diesem Schuljahr auf das Sitzenbleiben zu verzichten. "Eine Ausnahmesituation wie die Corona-Krise verlangt besondere Regelungen", sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ähnlich wie die Gewerkschaft sprach sich auch der Verband Bildung und Erziehung für eine flexible Bewertung der Leistungen und Umstände der Schüler durch die Lehrkräfte aus. "Einen generellen Corona-Bonus wird es aber nicht geben", so Verbands-Chef Udo Beckmann.

Auch Snapchat sperrt Trump dauerhaft

Nach Twitter hat mit Snapchat ein weiteres soziales Netzwerk den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump dauerhaft ausgesperrt. Dessen Account bei dem Messengerdienst werde eingestellt, wie eine Sprecherin des Betreibers Snap mitteilte. Diese Entscheidung erfolge "im Interesse der öffentlichen Sicherheit und auf der Grundlage seiner Versuche, Fehlinformationen, Hassreden und Anstiftung zur Gewalt zu verbreiten". Snap hatte Trumps Account nach dem gewaltsamen Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol zunächst vorübergehend gesperrt. Auf Snapchat können Clips oder Bilder erstellt werden, die nur für wenige Sekunden sichtbar sind.

Älteste Höhlenmalerei der Welt in Indonesien entdeckt

Das lebensgroße Bild eines Sulawesi-Wildschweins ist mindestens 45.500 Jahre alt. Wie die Fachzeitschrift "Science Advance" berichtet, liefert der Fund den frühesten Beweis für die menschliche Besiedlung der Region. Das Bild wurde mit dunkelroten Ockerpigmenten gemalt und bereits 2017 in einer prähistorischen Kalkstein-Höhle auf der indonesischen Insel Sulawesi entdeckt. Nach Angaben der Studien-Autoren stammt die bis dato älteste Höhlenmalerei auch von der Insel. Sie zeigt eine Gruppe teils menschlicher, teils tierischer Figuren, die Säugetiere jagen. Das Bild wurde auf ein Alter von mindestens 42.900 Jahre geschätzt.

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