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Diskurs | Beitrag vom 07.07.2019

Strategien weiblicher BildpolitikFeministisch und wahrhaftig sein – und sichtbar im Netz

Moderation: René Aguigah

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Eine junge Frau trägt ein T-Shirt mit der Aufschriftin "Feministin" (picture alliance / dpa / Henry Milleo)
Unterscheidet sich der Feminismus vom Netzfeminismus? Darüber sprechen Annekathrin Kohout und Kathrin Weßling (picture alliance / dpa / Henry Milleo)

Annekathrin Kohout und Kathrin Weßling sind prominente Stimmen im Feminismus-Diskurs. Blau gefärbte Achselhaare, halbierte Zitrusfrüchte: Im Gespräch mit den Autorinnen geht es um Strategien weiblicher Bildpolitik – analog auf sozialen Plattformen.

Es ist ein Essay in einer Reihe namens "Digitale Bildkulturen" (Wagenbach Verlag), den Annekathrin Kohout unter den Titel "Netzfeminismus" gestellt hat. Was hat es mit blau gefärbten Achselhaaren auf sich? Welcher Symbolik folgen halbierte Zitrusfrüchte? Mit Fragen wie diesen geht der Text Strategien weiblicher Bildpolitik im digitalen Raum nach.

Im "Diskurs"-Gespräch nun diskutieren Annekathrin Kohout, Medienwissenschaftlerin aus Leipzig, und die Autorin Kathrin Weßling die Praxis feministischer Bilder ebenso wie darüber, wie sich solche Bilder einordnen lassen, mal kulturhistorisch, mal theoretisch. Ob Kathrin Weßlings Accounts auf Plattformen wie Instagram oder Twitter feministisch sind? Ob sie sich als Vorbild sieht?

"Keine Social-Media-Strategie" 

"Die einzige Verantwortung, die ich fühle, ist, wahrhaftig zu sein", sagt sie. Und: "Es gibt keine Social-Media-Strategie dahinter." Schließlich mündet das Gespräch in die Frage, ob sich die Grenze zwischen online und offline noch sauber ziehen lasse. "Ich bin Feministin", sagt Kathrin Weßling da, "aber ich bin auch Netzfeministin." Das öffentliche Gespräch fand am 4. Juni im "Kindl Zentrum für zeitgenössische Kunst" statt, es moderierte René Aguigah.

Annekathrin Kohout: Netzfeminismus. Digitale Bildkulturen
Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2019
80 Seiten, 10 Euro

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