Seit 08:50 Uhr Buchkritik

Samstag, 20.04.2019
 
Seit 08:50 Uhr Buchkritik

Fazit / Archiv | Beitrag vom 18.05.2012

"Stimmlich einfach prädestiniert für das Lied“

René Kollo zum Tod von Dietrich Fischer-Dieskau

René Kollo im Gespräch mit Anke Schaefer

Podcast abonnieren
Dietrich Fischer-Dieskau wird als der Liedsänger "überhaupt" in Erinnerung bleiben, glaubt René Kollo. (AP Archiv)
Dietrich Fischer-Dieskau wird als der Liedsänger "überhaupt" in Erinnerung bleiben, glaubt René Kollo. (AP Archiv)

Der Tenor René Kollo hat den verstorbenen Bariton Dietrich Fischer-Dieskau als Liedsänger schlechthin gewürdigt. Aus der gemeinsamen Zusammenarbeit behalte er Fischer-Dieskau als reizenden und hilfreichen Kollegen in Erinnerung, sagte Kollo.

Fischer-Dieskau habe sich sehr intensiv mit dem Lied als Kunstform auseinandersetzt. "Er war stimmlich einfach prädestiniert für das Lied", so Kollo: "Er ist ja der Liedsänger, den es überhaupt gibt und gegeben hat, und das wird er auch immer bleiben."

Persönlich sei er "sehr reizend, sehr hilfreich, sehr freundschaftlich" gewesen, so Kollo, der mit Fischer-Dieskau unter anderem in "Tristan und Isolde" gesungen hat. Für Fischer-Dieskau sei die frühe Förderung durch Furtwängler eine "Sternstunde" gewesen: "Durch diese Zeit mit Furtwängler nach dem Krieg direkt hatte er gleich einen internationalen Namen, sodass er es sich auch leisten konnte, sich wegzunehmen, sag ich mal, aus dem Betrieb. Das war in meiner Zeit dann doch schon ein bisschen anders", so Kollo, dessen Karriere als Schlagersänger begann, bevor er ins Opernfach wechselte.

Mehr zum Thema auf dradio.de:
Bariton von Weltrang - Zum Tod von Dietrich Fischer-Dieskau - (Deutschlandradio, Aktuell vom 18.5.2012)
"Ein kluger Intellektueller, der sich nicht zufriedengab mit der Opernbühne" - Sängerkollegin Brigitte Fassbaender zum Tod von Dietrich Fischer-Dieskau (DKultur, Thema vom 18.5.2012)

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 13Konfetti und Konflikte
Bühnenbild von Katrin Brack für „Immer noch Sturm“ am Thalia Theater Hamburg (Armin Smailovic)

Konfetti, Nebel und Schaumstoffquader: In Folge #13 des Theaterpodcasts schauen wir auf die Bühnenbilder von Katrin Brack und fragen am Beispiel der Bühnen Halle, wie viel Experimente das Stadttheater verträgt.Mehr

Folge 12Von Wilmersdorfer Witwen und kämpferischer Kultur
Die legendären "Wilmersdorfer Witwen" im Musical "Linie 1" des Grips-Theaters. (David Baltzer / bildbuehne.de / Grips Theater)

Das Berliner Grips-Theater wird 50 Jahre alt. Ist sein Erfolgsmusical „Linie 1“ noch aktuell? Ein Selbstversuch mit drei Generationen. Außerdem: Lässt sich das Theater in einen von rechtsnationalen Kräften erklärten „Kulturkampf“ verwickeln?Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur