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Tonart | Beitrag vom 20.03.2019

Steve Wynn live im StudioPsychedelische Selbstverwirklichung

Im Gespräch mit Moderator Martin Böttcher

Der Sänger Steve Wynn auf der Bühne mit Gitarre und Mikrofon. Vor ihm in der Unschärfe das Publikum. (picture alliance / CITYPRESS 24 / Peter Troest)
Steve Wynn mit Dream Syndicate in Kopenhagen (picture alliance / CITYPRESS 24 / Peter Troest)

"The Dream Syndicate" ist die Band des US-amerikanischen Songwriters und Gitarristen Steve Wynn. Es selbst sucht immer wieder in seinen Songs nach der Atmosphäre eines spät in der Nacht eingelegten DJ-Mix-Tapes. Er kommt ohne Tape, aber mit Gitarre.

Als seine Band "The Dream Syndicate" vor über 30 Jahren zusammen kam, da fühlte sich Bandleader Steve Wynn vom Jazz beeinflusst, "vor allem von dieser Atmosphäre". Sehr schnell wurde seine Musik als psychedelisch beschrieben, erzählt Wynn. Das "Psychedelische" streitet er auch nicht ab, doch will er "psychedelisch" nicht als "Dekoration" verstanden wissen, als Konzertnummer mit Lichtshow. Ihm gehe es um die Kraft der Musik, die Erfahrrung, aus der eigenen bekannten Welt durch die Musik herausgetragen zu werden.

Im Karussell der Musikindustrie

Heute, so Steve Wynn, sei es recht einfach geworden, Musik selbst zu produzieren. Er habe den Prozess miterlebt, wie die technischen Möglichkeiten für immer mehr Menschen greifbar wurde. Diesem Umstand sei es geschuldet, dass die Schnelllebigkeit der Musikszene enorm angezogen habe. Zum anderen beobachte er den Trend, dass junge Leute sich mehr und mehr für alte Songs und quasi veraltete Strömungen interessieren. Daher erlebe die Szene auch eine große Rückschau. Und vor allem bringe das Erlebnis eines Konzertes eine innere Beruhigung für die Musiker wie für das Publikum.

Die Produktion aus der Fanperspektive

Seine Songs produziert Steve Wynn selbst und seine musiaklichen Vorstellungen sind aus einer Art "Fanperspektive" gedacht, erklärt der Sänger. Er möchte den Song genau so umsetzen, also eine besondere Atmosphäre erschaffen, die er sich vorgestellt habe. Nur das zähle für ihn.

Im Dlf-Kultur-Studio singt er mit seiner Gitarre einen Song aus dem im Mai erscheinenden Album "These Times" live.

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