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Kulturnachrichten

Dienstag, 24. Dezember 2013

Steve Martin hat Ärger wegen angeblich rassistischem Tweet

Ist ein Tweet erst in der Welt, ist er nicht mehr aufzuhalten.

Diese Erfahrung musste nun auch der US-Komiker Steve Martin machen. Er hat derzeit Ärger wegen einer Kurznachricht, die er über Twitter verschickt hat. Kurz davor hatte er seinen Followern angeboten, Fragen über Grammatik zu beantworten.

Auf die Frage eines Fans, wie er das Wort "Lasonia" schreiben würde, twitterte Martin, dass seine Antwort davon abhänge, ob man sich in einer afro-amerikanischen Nachbarschaft befinde oder in einem italienischen Restaurant. Denn nur vom Klang her könnte das Wort ein weiblicher Vorname sein oder "Lasagne" bedeuten. Viele Fans des Komikers fanden diesen Tweet rassistisch. Inzwischen hat sich Steve Martin dafür entschuldigt, der Text sei "unglücklich" formuliert gewesen.

Pussy-Riot-Musikerinnen treffen sich in Sibirien

Fast zwei Jahre haben sie sich nicht gesehen, jetzt sind die beiden entlassenen Pussy-Riot-Mitglieder wieder vereint.

Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina trafen sich im sibirischen Krasnojarsk, um zu besprechen, wie sie ihre politische Arbeit in Zukunft organisieren werden. Sie wollen sich für Menschenrechte und eine Verbesserung der Haftbedingungen in russischen Straflagern einsetzen.

Nach einer Protestaktion gegen Präsident Putin in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale waren sie und eine weitere Künstlerin 2012 zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Wegen eines neuen Amnestiegesetzes wurden sie jetzt vorzeitig freigelassen.

Kunstsammler Gurlitt unter vorläufiger Betreuung

Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist aus gesundheitlichen Gründen vorläufig unter Betreuung gestellt worden.

Der 80-Jährige halte sich in einem deutschen Klinikum auf, bestätigte der Präsident des Amtsgerichts München, Zierl, am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Die dortigen Ärzte hätten einen entsprechenden Antrag gestellt. - In der Münchener Wohnung Gurlitts hatten die Behörden im Frühjahr mehr als eintausend Kunstwerke beschlagnahmt, darunter viele Werke der klassischen Moderne. Erst im Herbst war der Fall publik geworden.

Filmemacher Jarmusch mag keine Genre-Filme, die das Genre bedienen

Der Filmemacher Jim Jarmusch kann sich nicht vorstellen, ein Vampir zu sein.

Ewig zu leben, das würde ihn beängstigen, verriet er im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Der Tod sei etwas Schreckliches, aber der Gedanke, dass es ihn nicht gebe, sei noch schrecklicher.

Sein neuer Film "Only Lovers Left Alive" ist für Jarmusch kein Horrorfilm, sondern eine Liebesgeschichte. Er mag nach eigenem Bekunden Genrefilme, die das Genre nicht bedienen und in denen der Zuschauer etwas ganz anderes erwartet.

In dem Film geht es um das Vampir-Liebespaar Adam und Eve, das eine Fernbeziehung führt. "Only Lovers Left Alive" mit Tilda Swinton Tom Hiddleston kommt morgen in die deutschen Kinos.

Das ganze Interview zum Nachhören

US-Behörde erlaubt Rentier-Gespann von Santa Claus Einreise

Das US-Agrarministerium tut einiges, damit Kinder länger an den Weihnachtsmann glauben.

Jetzt erlaubt es dem Rentier-Gespann von Santa Claus offiziell die Einreise. Wie die Behörde mitteilte, dürfe Santa Claus am Abend des 24. ab 18.00 Uhr vom Nordpol einfliegen und sich bis am nächsten Morgen um 06.00 Uhr in den USA aufhalten. Die Seuchengefahr für den Wildtierbestand sei vernachlässigbar.

Kurz davor hatte schon die US-Flugaufsicht über Twitter gemeldet, dass Santa Claus seinen Flugplan angemeldet habe.

EKD-Ratsvorsitzender: Respekt für andere Lebensformen

Laut Bibel haben Jesus, Maria und Josef wie eine heutige Patchwork-Familie gelebt.

Das sagt der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und fordert mehr Achtung für Patchwork-Familien, homosexuelle Lebenspartnerschaften und Alleinerziehende. Den "Ruhr Nachrichten" sagte er, dort würden häufig die gleichen Werte gelebt wie in der klassischen Familie. Für die evangelische Kirche bleibt Schneider zufolge aber die Ehe weiter Leitbild für ein familiäres Zusammenleben.

Die EKD hat im Sommer mit einem Papier heftige Diskussionen ausgelöst, in dem neben der traditionellen Ehe auch andere Lebensformen unterstützt wurden. Das Papier war bei Protestanten auf Kritik gestoßen.

Angekündigte Abtreibung sorgt für Debatte in Polen

Eigentlich geht es an Heiligabend um die unbefleckte Empfängnis.

In Polen beschäftigt sich die Öffentlichkeit dagegen mit einer für heute angekündigten Abtreibung. Die landesweit bekannte Feministin Katarzyna Bratkowska will damit nach eigenen Worten die Öffentlichkeit aufrütteln. In Polen ist das Abtreibungsrecht sehr streng.

Ein Jesuitenpater hatte sich angeboten, seinen Orden zu verlassen, um das Kind von Bratkowska zu adoptieren. Die hatte aber abgelehnt. Die geplante Aktion der Feministin hat die Debatte über Frauenrechte und ihre Rolle in der Familie in Polen wieder angeheizt.

Ist das Leben nicht schön? beliebtester Weihnachtsfilm der Briten

"Ist das Leben nicht schön?"

Dieser Film von Frank Capra aus dem Jahr 1946 ist der beliebteste Weihnachtsfilm der Briten. Das hat eine Umfrage für das Magazin "Radio Times" ergeben. Unter den ersten fünf sind außerdem die "Muppets Weihnachtsgeschichte" und "Kevin - Allein Zuhaus".

In Capras Tragikomödie geht es um einen Mann, der ausgerechnet an Heiligabend seinen Lebensmut verliert und von himmlischen Kräften gerettet werden muss.

Bühnenverein fordert bessere soziale Absicherung von Künstlern

Zu Weihnachten und Silvester sind die deutschen Bühnen in der Regel gut besucht.

Das überdeckt manchmal, dass viele Schauspieler, Musiker und Tänzer am Existenzminimum leben. Der Deutsche Bühnenverein, der die Arbeitgeberseite vertritt, fordert für sie eine ausreichende soziale Absicherung. Laut Rolf Bolwin, dem Direktor des Bühnenvereins, geht das in Deutschland nur über feste Ensembleverträge - also Verträge, die nicht nur für eine Produktion gelten, sondern mindestens für eine Spielzeit.

Ihre Zahl hat sich aber in den vergangenen Jahren laut Bolwin verringert, wohingegen sich die Zahl der Kurzzeit-Verträge in 20 Jahren verdreifacht haben soll. Die neue Bundesregierung forderte Bolwin deshalb auf, sich mit der sozialen Absicherung kurzfristig beschäftigter Künstler zu befassen.

Norwegisches "Slow TV" zeigt stundenlange Zugfahrten und Landschaften

Vorbeiziehende Landschaften, flackerndes Holzfeuer und Angeln.

Damit füllt der staatliche norwegische Sender NRK bei "Slow TV" seine Sendezeit - und hat damit offenbar auch noch Erfolg. Ins Leben gerufen wurde das Konzept 2009 zum 100. Geburtstag der Bahnstrecke Bergen - Oslo. Die landschaftlich spektakuläre Fahrt von sieben Stunden und 16 Minuten wurde in voller Länge gezeigt und 1,2 Millionen Menschen schauten zu - also fast ein Viertel der Bevölkerung.

Programmdirektor Rune Moeklebust erklärt den Erfolg von "Slow TV" damit, dass das Programm eine Chance sei, sich zu entspannen und nachzudenken.

Jazzmusiker Lateef gestorben

Er war einer der ersten, die auch orientalische und afrikanische Klänge in den Jazz integrierten.

Jetzt ist der Musiker und Komponist Yusef Lateef im Alter von 93 Jahren in Massachusetts gestorben. Lateef machte Weltmusik, lange bevor es dieses Genre überhaupt gab. 1987 erhielt er einen Grammy für sein New-Age-Album "Yusuf Lateef´s Little Symphony".

Kolumbianischer Präsident würdigt verstorbenen Sänger Diomedes Díaz

Auch Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat gerne den verstorbenen Sänger Diomedes Díaz gehört.

Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Santos, er habe viele glückliche Stunden mit den Liedern von Díaz verbracht. Er solle in Frieden ruhen.

Díaz war vorgestern im Alter von 56 Jahren gestorben. Er war einer der erfolgreichsten Sänger und Komponisten Kolumbiens und auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Knacker des Nazi-Codes Turing rehabilitiert

Er schaffte es, den Code zu knacken, mit denen die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg ihre Kommunikation verschlüsselten.

Doch Anfang der 50er Jahre wurde der britische Mathematiker Alan Turing wegen seiner Homosexualität verurteilt und beging kurz darauf Selbstmord. Jetzt hat Königin Elisabeth II ihn rehabilitiert.

In einem Statement von Justizminister Chris Grayling heißt es, Turing sei ein außergewöhnlicher Mann gewesen mit einem brillianten Verstand. Seine Verurteilung sei nicht rechtens gewesen. Der Mathematiker verdiene es, für seine Verdienste im Krieg und sein Vermächtnis für die Wissenschaft in Erinnerung zu bleiben.

Beirats-Vorsitzender Schröder: "Aufgaben der Stasi-Unterlagen-Behörde in andere Hände legen"

Einen Schlussstrich für die Stasi-Unterlagenbehörde soll es nicht geben.

Das meint jedenfalls der Vorsitzende des Beirates der Behörde, Richard Schröder. Gleichwohl sollten die Aufgaben der Einrichtung in andere Hände gelegt werden, sagte Schröder der "Mitteldeutschen Zeitung". Wichtig sei, dass die Akteneinsicht in der bisherigen Form gewährleistet werde, auch wenn die Unterlagen an das Bundesarchiv fallen sollten, betonte Schröder. Er halte das Jahr 2019 für den richtigen Zeitpunkt. Eine von der schwarz-roten Bundesregierung eingesetzte Kommission soll Empfehlungen für die Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde erarbeiten.

Frankreich: YouTube und Dailymotion sollen zahlen

Videoportale wie YouTube und Dailymotion sollen sich nach dem Willen der französischen Rundfunkaufsicht an der Filmfinanzierung beteiligen.

Wie die Behörde gestern mitteilte, sollen die Portale behandelt werden wie andere On-Demand-Services. Diese müssen abhängig von ihren Umsätzen Abgaben zur Finanzierung französischer und europäischer Filme leisten. YouTube und Dailymotion sind bislang von dieser Regel ausgenommen. Allerdings würden die Portale bereits seit Jahren mit französischen Partnern gemeinsam Videos produzieren und müssten sich daher an der Filmförderung beteiligen, teilte die Rundfunkaufsicht mit. Daher müsse die französische Regierung nun festlegen, wie hoch die Abgaben für die Portale sein könnten.

Russland: "Pussy Riot" will weitermachen

"Pussy Riot" wollen weitermachen - zumindest wenn es nach dem amnestierten Band-Mitglied Maria Aljochina geht.

Sie sagte der Zeitung "Die Welt", man könne sich nicht von der Kunst verabschieden. Sie glaube, dass die Band ihre Aktionen fortsetzen und sich auf spontane Aktionen konzentrieren werde. Kommerzielle Auftritte kämen für Pussy Riot nicht in Frage, das widerspreche den Prinzipien der Gruppe. Zugleich betonte Aljochina, sie habe keine Sekunde bereut, an dem so genannten Punk-Gebet in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale teilgenommen zu haben. Für diese Protestaktion waren sie und eine weitere Künstlerin 2012 zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Jetzt wurden sie vorzeitig freigelassen.

ROG kritisiert Haftstrafe für Journalistin in Birma

Die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" ist nach eigenem Bekunden empört.

Grund ist eine dreimonatige Haftstrafe gegen eine Reporterin, die ein Gericht in Birma verhängt hat. Der Frau wurde unter anderem vorgeworfen, einen Anwalt verleumdet und beleidigt zu haben.

Laut "Reporter ohne Grenzen" hatten die Journalistin und die "Eleven Media Group" vor Kurzem über Korruption im Justizsystem von Birma berichtet.

Der Organisation zufolge belegt Birma im Ranking für Pressefreiheit den 151. von insgesamt 179 Plätzen.

Tilda Swinton hasst "nationalistische Stempel" für Filme

Tilda Swinton hasst es, wenn Filme als beispielsweise typisch "englisch" oder "deutsch" bezeichnet werden.

Die Schauspielerin sagte der "Süddeutschen Zeitung", sie reagiere allergisch auf solche "nationalistischen Stempel". Sie verstehe sich selbst als internationale Filmemacherin. Heute sei das allerdings nicht mehr so einfach. Der kommerzielle Aspekt und die Außenwirkung der Filme sei viel wichtiger als noch vor einigen Jahren, sagte Swinton. Deshalb herrsche mittlerweile auch eine Grabesstimmung in Hollywood.

Tilda Swinton ist ab dem 25. Dezember mit dem Vampirfilm "Only Lovers Left Alive" in den deutschen Kinos.

Kunststiftung verzeichnet herausragendes Jahr für Nachwuchskünstler

"Es ist ein herausragendes Jahr für uns gewesen."

Dieses Resümee zog die Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Manon Bursian, in Halle. Das über allem stehende Ziel, hoffnungsvolle Nachwuchskünstler auch international bekanntzumachen, sei erreicht worden. Ob in Washington, Istanbul oder Los Angeles - 2013 hätten ausgewählte junge Talente in den Weltmetropolen ihre Arbeiten zeigen oder vorantreiben können. Insgesamt sind den Angaben zufolge in diesem Jahr rund 40 Stipendiaten unterstützt worden.

Münchner "Abendzeitung" erzählt Weihnachtsgeschichte im Boulevard-Stil

"Wohn-Wahnsinn in Bethlehem"

Was klingt wie die Schlagzeile eines Boulevardblattes ist die Schlagzeile eines Boulevardblattes. Die Münchner "Abendzeitung" erzählt die Weihnachtsgeschichte am heutigen 24. in dem für sie üblichen Stil. In dem Text heißt es da, steigende Mietpreise seien an der Wohnungsnot schuld. Deshalb habe eine junge Frau ihr Kind in einem Stall zur Welt bringen müssen.

Weitere Themen in der Ausgabe sind der "Riesenstreit um Krippen-Plätze" und das "Tuschel-Thema Unbefleckte Empfängnis".

Mezzosopranistin Garanca: Bin jetzt reif für Frauenrollen wie Eboli

Die Stimme der Mezzosopranistin Elina Garanca ist durch die Schwangerschaft runder und weiblicher geworden.

Das verriet die Sängerin dem "Wiener Standard". Dadurch habe sich auch ihr Repertoire verändert. Nach Bubenrollen wie Cherubino in Mozarts Figaro sei sie jetzt reif für Frauenrollen wie Eboli in Verdis Don Carlos.

In dem Gespräch klärt Garanca auch noch einmal ihr Verhältnis zur Kollegin Anna Netrebko. Beide profitierten auf der Bühne voneinander. Sie selbst könne nur besser werden, wenn sie mit sehr guten Leuten zusammen singe.

Von Elina Garanca ist gerade das Buch "Wirklich wichtig sind die Schuhe" erschienen.

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