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Fazit / Archiv | Beitrag vom 28.04.2014

Steuersenkung für E-Books"Das Kulturgut Buch nicht getrennt behandeln"

Börsenverein des Buchhandels: Verbraucher werden profitieren

Alexander Skipis im Gespräch mit Frank Meyer

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Ein Mann hält am 28.09.2012 in München (Bayern) ein elektronischen Reader der Marke Kindle in seinen Händen.  (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
Für E-Books liegt die Mehrwertsteuer bisher bei 19 Prozent. (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Nach Presseinformationen plant die Große Koalition eine Absenkung der Mehrwertsteuer für E-Books und Hörbücher von jetzt 19 auf 7 Prozent. Damit würden diese Buchvarianten dem gedruckten Buch gleichgestellt. Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Buchhandels freut sich, wenn seine jahrelange Forderung nun Wirklichkeit wird.

Bisher habe der Bundesfinanzminister die Logik verfolgt, bei den E-Books mehr Geld einzunehmen als bei den gedruckten Varianten, beklagte Alexander Skipis im Deutschlandradio Kultur. Seit Jahren versuche seine Organisation zu verdeutlichen, dass man das Kulturgut Buch nicht getrennt behandeln könne, so der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Rat der EU-Finanzminister bisher uneinig

Dass Frankreich und Luxemburg im vergangenen Jahr eine solche Absenkung der Mehrwertsteuer auf elektronische Bücher vorgenommen hätten, sei erfreulich zu sehen, sagte Skipis. Besonders Frankreich verteidige das Buch als schützenswertes kulturelles Gut. Gegen beide Länder sei eine Klage der Kommission anhängig, weil sich der Rat der EU-Finanzminister bisher nicht auf eine Senkung der Mehrwertsteuer für E-Books einigen konnte. Das scheiterte bisher am Widerstand Wolfgang Schäubles, sagte Skipis.

Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, vor dem Buchmesselogo in Leipzig (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, vor dem Buchmesselogo in Leipzig (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
Sollte sich das jetzt ändern, könne die EU-Richtlinie so schnell wie möglich angepasst werden. Er rechne damit, dass dies frühestens im 2. Halbjahr 2014 passiere, so der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins: "Und dann könnten die Nationalstaaten handeln."

Die Steuersenkung werde mit Sicherheit als deutlicher Preisnachlass bei den Kunden ankommen, sagte Skipis voraus. E-Bücher seien bisher bereits ungefähr 20 Prozent billiger, obwohl der Kostenvorteil für die Verlage eigentlich weniger ausmache.

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