Das Feature, vom 10.01.2017

Sterben nach PlanProtokoll einer letzten Reise

Von Stefanie Müller-Frank

Sie wollen gemeinsam sterben. Sie sind alt, aber nicht todkrank. Sie kennen den genauen Ablauf der Sterbebegleitung - nur ein wichtiger Protagonist fehlt noch: jemand, der nach dem Tod ihre Leichen identifiziert. Weil Tochter und Pfarrer zögern, Freunde und Nachbarn nichts davon wissen sollen, fragen sie eine Fremde: die Autorin.

Grabplatte auf einem Kindergrab mit marmorner Engelsfigur auf einem Friedhof. (imago / blickwinkel)
Zu welchen Momenten es kommen kann, wenn man den Tod selbst bestimmen möchten. (imago / blickwinkel)

"Going to Switzerland" hat sich in Großbritannien als Euphemismus für begleiteten Suizid eingebürgert, auch viele Deutsche reisen zum Sterben in die Schweiz. Wie aber organisiert man den eigenen Tod? Welche Bedingungen man erfüllen muss, um sterben zu dürfen, warum man nicht im Wohngebiet sterben darf, weshalb die Polizei ermittelt, was das für die Familie heißt - und zu welchen grotesken Momenten es kommt, wenn man den Tod zwar selbst bestimmen will, sich aber letztlich doch in fremde Hände begeben muss? 

Produktion: DLF/WDR 2017

Müller-Frank_Sterben nach Plan.pdf

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