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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 18.01.2019

Startup-Investor Frank ThelenDer Unternehmer auf dem Skateboard

Frank Thelen im Gespräch mit Ulrike Timm

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Der Investor Frank Thelen posiert bei einem Pressetermin für den Fotografen (picture-alliance dpa / Jens Kalaene)
Der Investor und TV-Star Frank Thelen (picture-alliance dpa / Jens Kalaene)

Mit Mitte 20 hatte Frank Thelen eine Million D-Mark Schulden. Heute gilt der Unternehmer als Wunderkind der Investoren-Branche – und fordert von der deutschen Politik mehr Risikofreude.

"Einfach mal sich hinsetzen und machen, probieren, loslegen", sagt Frank Thelen im Gespräch: "Das ist eine ganz wichtige Botschaft, die ich rüberbringen will und zu der ich ermutigen will, denn wir haben so viele kluge und gute Leute, aber wir selbst sind einfach zu stark darin, immer wieder das Bedenkenträgertum nach vorne zu stellen." Einem breiten Publikum ist der 43-Jährige durch seine Auftritte in der TV-Show "Die Höhle der Löwen" bekannt, in der Jungunternehmer öffentlich nach Investoren für ihre Ideen suchen. 

Auf dem Skateboard fürs Leben lernen

Fallen und trotzdem wieder aufstehen: Das hat der Unternehmer Frank Thelen zuerst in der Halfpipe gelernt. Als leidenschaftlicher Skateboarder gehörten schmerzhafte Stürze für ihn früh ebenso dazu wie die Euphorie über einen geglückten Trick.

Später hat ihn dieses Motto auch nach einem schweren Absturz im Arbeitsleben wieder auf die Beine gebracht: Im Computer-Boom der Jahrtausendwende scheiterten seine ersten Gehversuche als Unternehmer, mit Mitte 20 stand er plötzlich vor einem Schuldenberg in Millionenhöhe. Doch statt Privatinsolvenz anzumelden, schloss er einen Vergleich mit seinem Gläubiger und setzte weiter auf seine technologische Intuition. Seitdem hat er nicht nur selbst zahlreiche Unternehmen ins Leben gerufen.

Auf dem Skateboard steht Frank Thelen auch heute noch, wenn auch weitaus seltener. Als Berater des "Innovation Council" der Bundesregierung zu Fragen der Digitalisierung versucht er, seine Visionen von zukunftsweisender Technologie-Entwicklung hierzulande weiter voranzutreiben.

Ein Flugtaxi für alle

Im Moment träumt er davon, in Deutschland Flugtaxis zu bauen: "Ich bin mir 100 Prozent sicher, dass Flugtaxis ein wichtiger Bestandteil unseres Transports von A nach B werden."

Er unterstützt auch als Investor Startups in der Frühphase ihrer Gründung. "Was wir machen, ist kein Fluggerät für die Reichen, sondern es ist der Flixbus für die Luft. Fast jeder soll damit reisen können."

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