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Kompressor | Beitrag vom 20.03.2019

Spiele-Streaming Google drängt in den Gaming-Markt

Marcus Richter im Gespräch mit Timo Grampes

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Besucher der Gamescom 2018 probieren an einem Stand von EA Sports das Videospiel Fifa 19 aus.  (dpa)
Kann sich Google mit seinem Abo-Modell für Spiele-Streaming durchsetzen? (dpa)

Google will in Zukunft Spiele streamen. Das soll ermöglichen, sie ohne teure Hardware im Browser spielen zu können. Bezahlt werden soll per Abo-Modell. Ist die Zeit reif dafür? Gaming-Experte Marcus Richter hat Zweifel.

Google will mit einem Streaming-Dienst für Videospiele noch stärker ins Games-Geschäft einsteigen. Die Idee ist, dass die Spiele direkt auf Googles Servern im Netz laufen - und auf die Geräte der Nutzer über eine schnelle Internet-Verbindung übertragen werden. Mit dem Angebot konkurriert Google mit Anbietern von Spielekonsolen und hochgerüsteten Gaming-PCs, aber auch mit bereits angekündigten Plattformen etwa von Microsoft und Electronic Arts.

Einbruch in eine konservative Szene 

"Stadia" soll das Angebot heißen, eventuell wird es auch ein Abo-Modell geben. "Man braucht keine eigene Hardware mehr und muss auch keine Spiele mehr kaufen", sagt der Gaming-Experte Marcus Richter. Die Umsetzung sei nicht ganz einfach: "Gerade bei schnellen Spielen hakt das ein bisschen." Voraussetzung sind eben richtig schnelle Internetverbindungen, wie Richter betont. Jedoch: "Wenn das jemand umsetzen kann, dann Google", meint Richter. Besonders interessant findet er die Verknüpfung zu Youtube: Gamer, die sich beim Spielen zuschauen lassen, könnten andere Menschen per Link dazu holen.

Kann das klappen? Gamer seien sehr konservativ, meint Richter: "Das Spiel zu besitzen, sei auch immer ein Distinktionsgewinn. Ich frage mich, ob die Zeit reif ist für dieses Abo-Modell."

(inh/dpa) 

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