Das Feature, vom 22.01.2019, 19:15 Uhr

Spanien und seine franquistische VergangenheitDas Tal der Gefallenen

Die Verbrechen der spanischen Franco-Diktatur sind bis heute ungesühnt, die Täter straffrei wegen des Amnestiegesetzes von 1977. Doch inzwischen wird in Spanien über den Umgang mit der faschistischen Vergangenheit heftig gestritten.

Das "Tal der Gefallenen" der Franco-Diktatur mit dem Grab Francos und des Gründers der faschistischen Bewegung Falange, José Antonio Primo de Rivera. (imago/ZUMA Press)
Das "Tal der Gefallenen" der Franco-Diktatur mit dem Grab Francos befindet sich ca. 50 km nördlich von Madrid. (imago/ZUMA Press)

Monumentales Symbol des Franquismus ist das "Tal der Gefallenen" mit dem Grabmal des Diktators, 58 km nordwestlich von Madrid. Francisco Francos Mausoleum ist nach wie vor ein Pilgerort der spanischen Rechten. Über 33.000 Tote, ca. 12.000 von ihnen unidentifizierte Republikaner, liegen in der Krypta der Basilika mit der Inschrift: "Gefallen für Gott und Spanien. 1936 – 1939".

In der gegenwärtigen Auseinandersetzung geht es u.a. um die Revision des Amnestiegesetzes, die Reparationsfrage und um die Exhumierung der in Massengräbern überall im Land verscharrten Opfer von Bürgerkrieg und Diktatur. Vergeblich kämpfen Angehörige der Opfer bis heute darum. Jetzt haben Regierung und Parlament beschlossen, wenigstens die Gebeine des Diktators umzubetten.

Das Tal der Gefallenen
Spaniens Auseinandersetzung mit der franquistischen Vergangenheit
Von Barbara Eisenmann

Regie: die Autorin
Es sprachen: Valentin Stroh, Sigrid Burkholder, Claudia Mischke und Stefko Hanushevsky
Ton und Technik: Wolfgang Rixius und Jens Müller
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion Dlf/NDR 2019

Barbara Eisenmann, geboren 1960 in München, lebt in Berlin und Barcelona, studierte Hispanistik in Granada und Germanistik in Berlin, arbeitet seit Ende der Neunzigerjahre als freie Autorin und Regisseurin für den Hörfunk.