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Kompressor | Beitrag vom 30.09.2014

Soundpostkarte aus BaliKlänge aus einem Shop für Musikinstrumente

Im Showroom eines Instrumentenbauers für Gamelan Orchester

Von Paul Paulun

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Ein Gamelan-Orchester: Indonesische Musiker bei einer Aufführung im Theater der französischen Stadt Angers, April 2004 ( AFP / Franck Perry)
Ein Gamelan-Orchester: Indonesische Musiker bei einer Aufführung im Theater der französischen Stadt Angers, April 2004 ( AFP / Franck Perry)

Was macht ein Musikethnologe auf Bali? Er sammelt Geräusche. Zum Beispiel in einem Laden für Instrumente, mit denen die traditionelle Gamelan-Musik aufgeführt wird. Hören Sie selbst!

Zwischen 1992 und '97 verbrachte Loren Nerell im Rahmen seines Studiums der Musikethnologie immer wieder Zeit auf der indonesischen Insel Bali.

Eigentlich hatte er seinen DAT-Rekorder nur mitgebracht, um damit Tempelzeremonien aufzunehmen. Er entdeckte dann aber schnell ein Interesse für Alltagsgeräusche, die ihm dort und auch auf anderen Inseln des Archipels aufgefallen waren: etwa morgendliche Insektentänze oder Wind, der durch Bambusblätter streift - aber auch der Singsang beim Segnen eines Hauses.

Gamelan Musik klingt wie quakende Frösche

Nerell machte diese Aufnahmen ursprünglich nur für seinen privaten Gebrauch. Als der Betreiber des amerikanischen Experimental-Labels Soleilmoon, Charles Powne, sie jedoch hörte, bot er ihm umgehend eine Veröffentlichung an.

Sie hören hier die Aufnahme aus dem Showroom eines Instrumentenbauers für Gamelan Orchester. Üblicherweise wurden die Instrumente im Haus des Erbauers angefertigt und auch von dort aus verkauft.

Hier handelt es sich aber um eine kleine Manufaktur mit mehreren Handwerkern und einem richtigen Verkaufsraum, der im Moment der Aufnahme auch gut besucht ist.

Manche Leute in Indonesien behaupten tatsächlich, dass sich Gamelan Musik vom Quaken der Frösche ableiten würde. Vom klanglichen Aspekt her trifft das sicher nicht zu.

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