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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 01.11.2006

''SOS von PAMIR.Kapitän"

Ein Überlebender berichtet

Von Annette Riedel

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Ihre Fotos gingen damals um die Welt - sechs junge Männer, gezeichnet von den seelischen und körperlichen Strapazen des orkangepeitschten Nordatlantik. Die Überlebenden sind die einzigen Zeugen der letzten Stunden der deutschen Viermastbark PAMIR - 21. September 1957.

Schiffsuntergang der PAMIR. 49 Jahre ist das her - das tragische Unglück, das jähe Ende deutscher Segelschifffahrt, der Überlebenskampf. Die Überlebenden hat das geprägt, bis heute. Auch den damals 25-jährigen Kochsmaat Karl-Otto Dummer. Er lebt heute in der Nähe von Lübeck, wo in der St.Jakobikirche das Rettungsboot "PAMIR 2" an die Katastrophe erinnert. Und die ARD strahlt in diesem Monat einen hochkarätig besetzten Spielfilm über den Untergang der PAMIR aus.

"Ich habe also ein, zwei mal im Jahr meine drolligen fünf Minuten. Wenn mich da einer auf die PAMIR anspricht, dann ... na ja, man kann so etwas nicht untern Tisch kehren, das ist einem eingebrannt."

"Das Schlimme an dem ganzen Untergang war, ist auch noch heute für mich unangenehm, die Frage nach der ... was waren die letzten Worte ihres sterbenden Kameraden."

"Ich habe gesagt, sie können mir eine Strafe androhen. Ich werde diese Fragen nicht beantworten."

Am 21. September 1957 sinkt das deutsche Segelschulschiff PAMIR im Atlantik. Die Viermastbark ist etwa 600 Seemeilen westsüdwestlich der Azoren in den Hurrikan "Carrie" geraten und funkt SOS.

78 Schiffe nehmen Kurs auf die angegebene Position – 35 Grad 57 Minuten nördlicher Breite / 40 Grad 20 Minuten westlicher Länge. Die größte Suchaktion in der Geschichte der christlichen Seefahrt.

Zwei Tage später, gegen Abend, wird ein leckgeschlagenes Rettungsboot gesichtet. In ihm fünf Überlebende. Weitere 18 Stunden später wird ein weiteres Boot geborgen mit einem Schiffbrüchigen.

80 der 86 Mann Besatzung, darunter 51 junge Kadetten, bleiben für immer auf See.

"Erstens kann man so etwas gar nicht verarbeiten. Das hängt einem bis zum bitteren Ende an.""

Schreckensszenen, Wortfetzen. Verzweiflung und Hoffnung mit jeder Pore aufgenommen.

"54 Stunden. Ach, 54 Stunden zu viel."

Erinnerungen können trügen. Karl-Otto Dummer zeigt auf dicke Ordner und zig Bücher, hat jahrzehntelang eigene Erinnerungen überprüft und anderer Erfahrungen recherchiert.

"Der Klaus Friedrichs zum Beispiel, der hat verdrängt. Oder HG Wirth, der hat verdrängt."

Dummer war schon immer etwas anders als die anderen Überlebenden. Er war Kochsmaat auf der PAMIR, gehörte nicht zur Decksmannschaft. Er war der Älteste im Rettungsboot, riss das Kommando an sich. Und er spricht heute als Einziger der Überlebenden über das davor, mittendrin und danach.
Alle suchten die Anonymität. Jeder hat sein Schicksal, Punkt, Aus.

"Jeder ist seinen Weg gegangen, ich ja auch."

Hamburg, 29. Juli 1905, 15 Uhr, Stapellauf auf der Werft von Blohm und Voß. Das Schiff wird auf den Namen PAMIR getauft. Die Tageszeitungen notieren "prachtvolles Wetter", "zahlreiches Publikum", die "üblichen Zeremonien" und "lebhafte Hurrarufe".

Erbaut wurde die PAMIR im Auftrag der Reederei F. Laeisz. Die Viermastbark ist wie die PADUA, die PASSAT und die PREUSSEN einer der legendären Flying-P-Liner der renommierten Reederei mit Sitz in Hamburg.

Nach dem Untergang der PAMIR gab es immer wieder Versuche, sie als ein Unglücksschiff darzustellen. Die Viermastbark habe unter einem Unglücksstern gestanden.

"Bis zum Untergang konnte man ja sagen, das ist ein übliche Redewendung in der Seefahrt, sie war ein glückhaftes Schiff. War sie ja eigentlich, denn sie ist immer mit einem blauen Auge davongekommen."

Kein Wort der Verdammnis über die PAMIR, kein Fluch über Kapitän Diebitsch, kein Klugspruch über die Gründe des Untergangs. Seefahrt ist Seefahrt und die PAMIR ein "glückhaftes Schiff" gewesen.

"Ja, Hundert Prozent."

Totenschiffe sehen anders aus. Dummer hat sie noch kennen gelernt, war vor PAMIR zweimal schiffbrüchig. Der hat er jetzt sein Denkmal gesetzt. Jahrzehntelange Vorarbeit, ein Lebensprojekt.

"Joh, kann man sagen. Sonst hätte ich nicht so lange dran gearbeitet, ja."

"Viermastbark PAMIR – Die Geschichte eines legendären P-Liners. Geschildert von einem Überlebenden des Untergangs." Autor: Karl-Otto Dummer.

"Das war ja auch mein Anliegen: Die Geschichte eines Schiffes, mit diesem Lebenslauf, gibt es kein zweites."

Mit ihren schnellen Salpeterreisen zur Westküste Südamerikas schreibt die PAMIR Geschichte. Als der Kunstdünger das Ende der Salpeterfahrten einläutet, lädt die Viermastbark Getreide.

Die längste Fahrt der PAMIR dauert sechs Jahre – von 1914 bis 1920. Es ist ihre zehnte Reise. Kap Horn ist gerundet, da signalisiert am 2. September 1914 ein französisches Schiff: "Kriegszustand". Die PAMIR macht im neutralen La Palma fest.

Die einzige Weltumseglung des Schiffes ist die letzte Fahrt unter neuseeländischer Flagge. Nach 363 Tagen macht die PAMIR am 1. Oktober 1948 im Hafen von Wellington fest.

Als letzter Tiefwassersegler rundet die PAMIR unter finnischer Flagge am 11. Juli 1949 Kap Horn. Während einer Wettfahrt ist sie langsamer als die PASSAT. So geht die PAMIR in die Geschichte der frachttragenden Segelschiffahrt als letzter Kap Horner ein.

"Und die schönste Zeit war 100-prozentig die bis zum ersten Weltkrieg, wenn man von einem Schiff als Menschen redet, ja, dann war das eine glückliche Zeit. Obwohl es war auch eine harte Zeit war, das darf man auch nicht vergessen."

An Deck regierte der Wind, an Bord der Kapitän, an Land der Reeder.

"Sie sind selber zur See gefahren. Kennen Sie einen Seemann, der nicht schimpft und meckert und meutert? Ich kenne keinen … motzen, motzen."

Knochenarbeit. Frachtraten statt Romantik. Kommandos können genauso antreiben wie der Wind.
Manche sagen, die Zeit nach der Ausrüstung mit moderner Technik sei die schönste Zeit gewesen.

"Ob das Schiff die Zeit auch so empfunden hat, dat kann keiner beantworten."

1951 wird die PAMIR an eine belgische Abwrackfirma veräußert und nach Antwerpen geschleppt. Die Viermastbark aus Stahl machte nur noch Schulden. Frachttragende Segelschiffe waren schön, motorgetriebene Frachter billiger.

Der deutsche Kapitän Grubbe, 1929 als Matrose auf der PAMIR gefahren, drängt darauf, das Schiff aufzukaufen. Mit Unterstützung des Hamburger Reeders Schliewen wird die PAMIR in letzter Sekunde vor der Verschrottung gerettet.

Am 10. Juni 1951 laufen die PAMIR und die gleichfalls gerettete PASSAT in Lübeck-Travemünde ein. Die Stadt feiert die wiedergeborene Segelschiffahrt unter deutscher Flagge.

Am 15. Dezember sticht die PAMIR als frachttragendes Segelschulschiff zu einer Probefahrt in See.

"Und wenn wir dann in den ersten europäischen Hafen kamen, dann wurde dann eine Straße gekauft von dem Geld. Das gab’s auf der PAMIR nicht."

Dummer macht die letzten beiden Reisen der PAMIR mit. Der Kochsmaat und Proviantmeister ist bei der Mannschaft beliebt.

"Und sonst die Stimmung war phantastisch an Bord, da gibt’s gar nichts. Auch unter Diebitsch."

Die letzte Fahrt der PAMIR. Buenos Aires. Die Stauer im Hafen streiken. Die Besatzung muss das Getreide an Bord verladen. Gerste - es hat die höchste Fließgeschwindigkeit, kann bei Seegang am leichtesten verrutschen.

Im Ladebericht vermerkt die Schiffsleitung, die Schüttladung sei "seefest verstaut" und die Getreideschotten seien nach Vorschrift gesetzt worden. Dennoch moniert Ladungsoffizier Buschmann die Reaktion des Schiffes auf die Last. Ein Dampfer würde "so nicht auslaufen".

Am 10. August 1957 teilt die PAMIR der Reederei mit, dass sie mit 3780 Tonnen Gerste ausgelaufen ist. Kurs Heimat.

Seit Tagen warnen die Wetterstationen entlang der amerikanischen Ostküste vor einem Hurrikan.

Am 20. September kündigen zwei Bordoffiziere ihren Familien telegraphisch die Heimkehr in "lächerlichen 14 Tagen" an. Auffrischende Südwinde.

Am nächsten Morgen macht die Nachricht an Bord die Runde, dass mit einem starken Sturm gerechnet werden müsste.

"Erst war Wind angesagt, dann war Sturm angesagt und dann brauchte man nichts mehr ansagen, dann war man mittendrin."

21. September 1957. Gegen 8 Uhr Bordzeit hat der Hurrikan "Carrie" die PAMIR eingeholt.

"Das waren ja bloß vier Stunden, dann war das alles vorbei."

Etwa 600 Seemeilen südwestlich der Azoren, wo sonst kaum Wirbelstürme dieser Stärke drohen. Die Segel können nicht mehr gerefft oder festgemacht werden.

"Joh, die sind weggeflogen, einfach so."

Der 96 Meter lange Frachtsegler ist manövrierunfähig. Die PAMIR mit 3780 Tonnen Gerste an Bord bekommt starke Backbordseite, Wasser dringt in die Aufbauten.

"Ich schätze, als ich an Deck kam, wir so 40 Grad hatten. Und die stärkere Kränkung bis 45, die hat man gar nicht gespürt, das hat sich langsam vollzogen."

Die PAMIR hat schwere Schlagseite, richtet sich nicht mehr auf. Die Getreideladung ist verrutscht. Dummer verschwindet noch einmal unter Deck, holt Brot, Schnaps und Zigaretten. Die Niedergänge sind trocken, aber die Kühlräume stehen bis zu den Türgriffen im Wasser.

"Das heißt, es muss irgendwie eine Beschädigung am Schiffskörper gegeben haben auf der Seite, dass da Wasser eindringen konnte."

An Deck werden Rettungswesten angelegt. Rettungsboote können nicht mehr zu Wasser gelassen werden. Zehn Minuten vor dem Kentern verteilt Dummer seinen Mittagessenersatz.

"Das war, weil das Mittagessen ja ausgefallen war, det war also nich ne Heldentat, det war, hör mal, damit die Jungs nicht meutern, kriegen sie wenigstens ein Paar Zigaretten ..."
Der Hurrikan "Carrier" wütet mit 130 Stundenkilometer. Tobende Gischt hüllt die Viermastbark ein, 12 bis 14 Meter hohe Wellen, schwere Brecher erschüttern den Schiffskörper.

36 Mal hat die PAMIR die Hölle von Kap Horn durchfahren, noch mag niemand an Bord an ein Unglück denken. An Deck werden noch Fotos gemacht.

Erst um 10.36 Uhr sendet die PAMIR eine Dringlichkeitsmeldung. Zwei Schiffen, die zur Hilfe kommen wollen, funkt die PAMIR, sie könnten die Reise fortsetzen. Um 11 Uhr der erste SOS-Ruf, zwei Minuten später der nächste.

Unerklärliche Sendepause bis 11.52 Uhr. Wieder ein Funkspruch, zwei Minuten darauf drei Mal das SOS-Signal und die Formulierung "fourmastbark broken". Um 11.57 Uhr Bordzeit der letzte Funkspruch: "Jetzt eilt – Schiff macht Wasser – Gefahr des Sinkens."

Drei aufeinander folgende schwere Brecher besiegeln das Schicksal der legendären Viermastbark und ihrer Besatzung. Sie kentert und sinkt.

"Wir sind ja am ersten Tag und in der ersten Nacht, über den Daumen gepeilt, ein Dutzend mal gekentert.""

Mit dem Rettungsboot. Von 18 Mann, die in der aufgewühlten See auf das schwer beschädigte Rettungsboot "Nr.6" zuschwimmen, erreichen nur 10 das Boot. Kurz darauf sehen sie Schiffe, werden aber nicht entdeckt.

""Und als wir am ersten Tag nicht gerettet wurden, da haben wir gesagt, Mensch, jetzt müssen wir warten, bis die Wellen niedriger werden und das der Sturm nachlässt, dann ist die Chance, dass man uns rausholt, auch wieder größer. Wissen sie, dass war immer, für mich immer, jawoll, das kann gar nicht anders sein."

Ein Flugzeug photographiert das leckgeschlagene Boot.

"Ich habe das Foto. Und das ist eindeutig unser Boot. Weil erstens der Tag stimmt, die Uhrzeit stimmt und man erkennt den Mast. Aber weil ringsum alles weiß ist und ja nur unsere Köpfe rausguckten, hat man das als Trümmer angesehen und nicht als Rettungsboot."

Dummer ist der Älteste im Boot und der einzige von der Stammbesatzung. Er übernimmt das Kommando, lässt eine Planke mit den Schwimmwesten verstorbener Kameraden als Mast setzen.

"Da waren wir noch sechs, als wir mit dem Mast angefangen haben."

Die Stimmung schwankt wie das Boot - zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

"Ich habe nicht eine Sekunde lang Angst gehabt. Ich glaub, wenn ich Angst gehabt hätte, dann wäre ich nicht gerettet worden."

Kein Heldentum, sondern Überlebenswille.

"Ich habe versucht, die anderen am Leben zu halten, damit meine Chance sich nicht verringert, so."

"Deutsches Segelschulschiff funkt SOS" – "Schiffskatastrophe auf dem Atlantik?" – "Die PAMIR droht zu sinken". In der Heimat sorgen die Schlagzeilen der Sonntagszeitungen für große Unruhe.

Im Atlantik läuft die größte Rettungsaktion in der Geschichte der christlichen Seefahrt. Schiffe aus 13 Ländern beteiligen sich.

Doch die PAMIR liegt längst auf dem Grund des Meeres. 35 Grad 57 Minuten Nord, 40 Grad 20 Minuten West.

54 Stunden kämpfen fünf Überlebende im Rettungsboot "Nr.6" ums Überleben.

"Mit jedem, der starb, sank meine Chance, gerettet zu werden."

Die das Rettungsboot erreicht haben, sie frieren und drohen zu verdursten. Im Atlantik. Das Salzwasser steht ihnen buchstäblich bis zum Hals,

"Diejenigen, die in den ersten anderthalb Tagen nicht getrunken haben, die waren am zweiten Tag ja auch besser drauf."

15-, 16-Jährige in einer Extremsituation.

"Zum Teil mussten sie jemanden anbrüllen und ihm eine um die Ohren hauen, damit er wieder zu sich kommt."

Einige fangen an zu spinnen, zu phantasieren.

"Ja. Der eine sah Schiffe, der andere Flugzeuge, ja. Eben, ja, da kommen ein paar Schiffe, Torpedoboote."

Mit den Stunden schwinden die Kräfte, Kameraden gehen über Bord.

"Der erste, der ist ja am ersten Tag schon. Der zweite ist am Ende der ersten Nacht. Der nächste am zweiten Tag Nachmittag, da lagen ja immer Stunden zwischen."

Der vierte springt völlig überraschend aus dem Boot und schwimmt einfach weg. Kurz vor der Rettung der Überlebenden.

"Und wenn wir noch ne Nacht länger drin gewesen wären, hätten sie keinen da rausgeholt. Wäre ich auch weg gewesen. Ich hätte nicht so lange ausgehalten wie der Haselbach ausgehalten hat."

18 Stunden später wird der Leichtmatrose Günther Haselbach im überfluteten Rettungsboot "Nr.2" von einem Schiff entdeckt. In diesen 18 Stunden gehen 10 Mann still über die Seite in die See.

74 Stunden Grauen.

Tiefe Betroffenheit in Deutschland über den Untergang der PAMIR. Wenige Tage später kann sich die Viermastbark PASSAT nur mit Mühe aus einem Orkan retten.

Die Tragödie der PAMIR leitet das Ende frachttragender Großsegler auf den Weltmeeren ein.

Die Frage nach den Ursachen des Untergangs ist bis heute ein Reizthema.

"September sind wir untergegangen und am 25. Januar bin ich an Bord gegangen. Das weiß ich deswegen, weil am 24. Januar habe ich geheiratet und am 25. bin ich an Bord gegangen. Das war die ARIADNE."

Karl Otto Dummer fährt - wie die anderen fünf Überlebenden der PAMIR - weiter zur See.

"Und nach der PAMIR, als ich auf der ARIADNE anmusterte, da haben drei Matrosen abgemustert, die gesagt haben: Wat, Dummer kommt an Bord? Das ist ein Jonas, ja, echt, das ist kein Witz."

Für Karl Otto Dummer ist und bleibt die PAMIR bis zu ihrem Untergang ein glückhaftes Schiff. In einer seiner plattdeutschen Geschichten, die er geschrieben hat, spricht ein Seemann mit seinem Schiff.

"Und da sagt das Schiff: Wenn du besoffen an Bord gekommen bist und hast mir in den Wassergang gekotzt, dann habe ich mich auch nicht beschwert."

Das Unsagbare sind für Dummer die letzten Worte seiner toten Kameraden.

"Ich kann nicht drüber reden, auch wenn ich wollte. Könnte ich es gar nicht. Und, tja."

Am 17. Mai 1958 wurde die Viermastbark PAMIR aus dem Schiffsregister Lübeck gelöscht.

In der alten Lübecker Seefahrerkirche St. Jacobi liegt das zerbrochene Rettungsboot "Nr.2", in dem der Leichtmatrose Günther Haselbach überlebte.

Das Rettungsboot "Nr. 6" der fünf Überlebenden um Dummer blieb bis heute verschwunden.

Zwei der sechs Überlebenden sind inzwischen tot, Karl Heinz Kraaz und Folkert Anders. Klaus Friedrichs meldet sich nicht mehr. Hans-Georg Wirth und Günther Haselbach schweigen.

Sie alle wurden, was sie werden wollten: Kapitän zur See.

Ein Teil der Aufnahmen dieser Sendung wurden in der Seefahrerkirche St. Jacobi zu Lübeck und an Bord der Viermastbark "PASSAT" in Lübeck-Travemünde gemacht.

Karl-Otto Dummer war nach vielen Jahren das erste mal wieder dort.

"Das hängt einem bis zum bitteren Ende an."

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