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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 18.10.2010

Smartphones werden immer schlauer

Handys setzen auf Apps

Von Jörg Schieb

Ob Spiele, Routenplaner oder Radio: Es gibt Apps für praktisch jeden Zweck. (dradio.de)
Ob Spiele, Routenplaner oder Radio: Es gibt Apps für praktisch jeden Zweck. (dradio.de)

Microsoft bringt diese Woche eine neue Handygeneration auf den Markt. Alle führenden Hersteller haben mittlerweile Luxus-Smartphones im Angebot. Die haben eins gemeinsam: Sie setzen auf Apps, nachladbare Anwendungen.

Im Laufe der Woche bringt der Softwareriese Microsoft eine neue Handygeneration auf den Markt. Die sogenannten Windows 7 Mobile Phones werden von Herstellern wie HTC, Samsung, Dell oder LG Electronics gebaut. Microsoft liefert lediglich das Betriebssystem, eine speziell für Smartphones entwickelte Version von Windows – und vermarktet die neue Handygeneration.

Bahnbrechende Neuerungen oder atemberaubende Konzepte lassen sich bei den neuen Handys mit Windows 7 Mobile nicht erkennen. Microsoft präsentiert Kacheln im hoch aufgelösten Touchscreen-Display, wo andere Icons zeigen. Wie bei modernen Smartphones heute üblich, es gibt die Möglichkeit, Apps zu laden. Rund 1000 Apps soll es zum Marktstart der neuen Geräte geben.

Windows 7 Mobile ist ein komfortables Betriebssystem. Vor allem PC-Benutzer, die mit Windows arbeiten, werden sich schnell damit zurechtfinden. Daten lassen sich mühelos zwischen PC und Handy austauschen. Allerdings wird das immer weniger wichtig, da Daten heute zunehmend in der Wolke (Cloud) gespeichert werden, nicht mehr auf PC und Handy. Der Datenaustausch wird dadurch einfacher.

Der Handymarkt ist hart umkämpft. Alle führenden Hersteller haben Luxus-Smartphones im Angebot. Apples iPhone kennt jeder, Handys mit Android-Betriebssystem werden von verschiedenen Herstellern gebaut. Nokia hat gerade sein neues N8 vorgestellt, das neue Paradepferd der Finnen.

Auch wenn die Betriebssysteme unterschiedlich ausfallen - eins haben alle modernen Smartphones gemeinsam: Sie setzen heute auf Apps, auf Applications, nachladbare Anwendungen. Apple hat damit großen Erfolg. Mehr als 250.000 Apps gibt es mittlerweile für das iPhone. Für andere Handywelten ist das Angebot kleiner, wächst aber dennoch ständig.

Ob Online-Magazine, Spiele, Routenplaner, Rechenhilfen oder Werkzeuge jeder Art: Es gibt Apps für praktisch jeden Zweck. Besonders beliebt sind Spiele und skurrile Anwendungen wie die App, die einem dabei hilft, die Eier perfekt zu kochen. Apps werden zunehmend professioneller – weil sie auch immer einträglicher werden. Mit gut gemachten, beliebten Apps können Anbieter heute durchaus Geld verdienen: Auch wenn die meisten Apps nur wenige Cent oder Euro kosten – die Masse macht's. Das kann sich ganz schön summieren, und Apple verdient stets mit.

Für alle Handywelten gibt es mittlerweile vergleichbare App-Stores, die mehr oder weniger erfolgreich laufen. Für Microsoft war klar, dass vom Start weg ein imposanter App-Store her muss. Über 1000 Apps gibt es von Anfang an für die neuen Windows Mobile Phones. Nun müssen die Entwickler überzeugt werden, dass es sich lohnt, auch für die Windows-Welt Anwendungen zu schreiben.

Wenn Smartphones immer schlauer werden, regelrechte Computer zum Mitnehmen, werden sie allerdings auch attraktiv für Hacker und Betrüger. Experten melden erste Viren und Würmer, die für Mobilgeräte entwickelt wurden. Keine Überraschung, denn moderne Smartphones wissen derart viel über ihre Benutzer, dass es schon interessant ist, sie zu knacken.
Aber während wir in der PC-Welt nur drei relevante Betriebssysteme haben, wovon Windows allein 90 Prozent Marktanteil hält, sieht das in der Handywelt anders aus: Es gibt mehrere Dutzend Hersteller, diverse Betriebssysteme und Programme. Das macht es schwierig, einen Virus oder Wurm zu entwickeln, der im großen Stil Schaden anrichten kann. Die Verbreitungswege sind komplizierter.

Dennoch: Es wird immer öfter versucht. Zumindest für die verbreiteten Geräte wie iPhone und Android-Handys wurden bereits Viren und Würmer entdeckt. Der Handel bietet mittlerweile sogar Schutzsysteme an, allerdings ist das angesichts der derzeit faktisch noch eher geringen Bedrohungslage eher übertrieben.

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