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Neue Musik | Beitrag vom 09.03.2021

Skulpturen und Räume für Augen und Ohren Doppelsinnig: Klangkunst

Von Stefan Fricke

Schwarze und blaue Projektionen (mit Fisch) in einem undurchsichtigen Raum (Stefan Fricke)
"Ma Meta [Marl]", eine KlangPlastik des Komponisten Johannes S. Sistermanns im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, März/April 2020 (Stefan Fricke)

Unscharf der Begriff, vielleicht auch die Klänge, die zugleich zum Sehen sind. Klangkunst ist ein weitgespanntes artistisches Feld mit vielen Idiomen und an ebenso vielen temporären Orten.

Seit 1980 mehren sich im Grenzbereich von neuer Musik und bildender Kunst klingende Skulpturen, sonore Objekte und tönende Räume. Das Genre der Klangkunst war geboren, das mit seinen anfangs noch zarten Setzungen für Auge und Ohr neue ästhetische Erlebnissituationen schafft: in Ausstellungen, bei Neue-Musik-Festivals, im öffentlichen Raum.

Klangkunst als Alltagserfahrung

Mittlerweile wird Klangkunst, die längst nicht mehr nur leise und dezent ist, auch an etlichen Kunst- und vereinzelten Musikhochschulen gelehrt.

Klangkunst – als Begriff eine Erfindung aus der DDR der 1960er Jahre, womit man allerdings die elektronische Musik meinte - beschreitet ungewohnte audiovisuelle Wege durch die Hülle und Fülle des Alltags, samt und dank seiner ganz normalen Ingredienzen und Raum-Landschaften.

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