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Fazit | Beitrag vom 30.07.2019

Simon Stones "Médée" bei den Salzburger FestspielenDie Kindsmörderin als Mensch statt als Hexe

Franziska Stürz im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Eine Frau drückt im Schutz einer Bushaltestelle verzweifelt ihre beiden Kinder an die Brust. (SF / Thomas Aurin)
Die Mutter (Elena Stikhina), die ihre beiden Kinder töten wird (SF / Thomas Aurin)

Warum tötet eine Frau ihre eigenen Kinder? In Simon Stones Inszenierung ist Médée weniger mythische Figur. Sie ist Frau, Verliebte, Flüchtige. Regisseur Simon Stone sucht im Hier und Jetzt nach Ursachen für die Verzweiflungstat von Médée.

Es war das Debüt der jungen russischen Sopranistin Elena Stikhina bei den Festspielen. In der Titelrolle der mythischen Kindsmörderin Médée wurde sie mit besonders viel Beifall bedacht. Starken Applaus gab es auch für das Regieteam um den australisch-schweizerischen Regisseur Simon Stone, der den antiken Mythos radikal in die Jetztzeit verlegt. Simon Stone inszeniert Médée mit den Wiener Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Thomas Hengelbrock. Unsere Kritikerin Franziska Stürz war für uns bei der Premiere der selten gespielten Oper von Luigi Cherubini. 

Eine Frau mit verschmierter Schminke und fahlem Gesicht ist dabei ihr Auto zu betanken. (SF / Thomas Aurin)Regisseur Simon Stones zeigt Médée (Elena Stikhina) als "normalen" Menschen (SF / Thomas Aurin)Ein Mann telefoniert zornig in einem rot ausgeleuchteten Nachtclub. Im Hintergrund tanzt eine Stripperin an der Stange. (SF / Thomas Aurin)König Créon (Vitalij Kowaljow) vor seinem Tod (SF / Thomas Aurin)Eine Frau in einer Telefonkabine telefoniert mit ihrem Mann. Im Hintergrund des Schlafzimmers machen zwei kleine Jungen eine Kissenschlacht. (SF / Thomas Aurin)Médée (Elena Stikhina) und Jason (Pavel Černoch) (SF / Thomas Aurin)

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