Dienstag, 02.03.2021
 

Neue Musik | Beitrag vom 07.04.2020

Shiny Toys

Ein Festival für zeitbasierte Experimentalkultur in Mülheim an der Ruhr

von Hubert Steins

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(Mohamed Altoun)
Die beiden Musiker Alex Dorsch und Bob Rutmann an den von Rutman entwickelten Stahlistrumenten (Mohamed Altoun)

Hybride Kunstformen, in denen Visuelles eine besondere Verbindung mit Klang und Musik eingeht, sind das Aushängeschild des Shiny Toys-Festival, das im vergangenen November zum zehnten Mal stattgefunden hat.

"Schillernde Spielanordnung" – diese Übersetzung des Festivalnamen trifft am ehesten das, wohin die Reise bei Shiny Toys geht: an die verspielt-bizarren Ränder  der künstlerischen Forschung hin zur Entwicklung neuartiger Instrumente und Apparaturen. Computerbasierte oder elektronische Gerätschaften treffen hier ganz selbstverständlich auf elektromechanische oder rein mechanische Low-Tech-Apparaturen.

Im Spannungsfeld von High-Tech und Low-Tech

Zu Gast auf der zehnten Ausgabe des Festivals war etwa der in Berlin lebende US-amerikanische Musiker Bob Rutmann, der auf eigens gebauten Stahlinstrumenten musiziert. Auch Oskar Andreas Hirsch präsentierte mit seinem Carbophon ein neuartiges, von ihm entwickeltes Instrument. Der Franzose Laurent Bigot faszinierte in Mülheim mit einer an elektronische Musik erinnernden Performance, in der jedoch mittels Druckluft ausschließlich Flaschen und Getränkedosen zum Klingen gebracht wurden.

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