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Kompressor | Beitrag vom 22.04.2016

Sexuell ambivalent Der queere Prince

Justus Köhncke im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Der Musiker Prince bei einem Auftritt in London in den späten 80er Jahren. (imago stock&people)
Der verstorbene Musiker Prince bei einem Konzert in den 80ern. (imago stock&people)

Mal mit Strapsen und Lidschatten, mal im Anzug mit Hut: Prince ließ immer offen, welche sexuelle Orientierung er hatte, wen er liebte. Deutschlandradio Kultur spricht mit dem queeren Musiker Justus Köhncke über Prince als sexuell mehrdeutige Bühnenfigur.

Ein, wenn nicht der Hauptaspekt von Prince als öffentlicher Figur, Cover- und Titelseiten-Star war der sexuelle. Im Nachruf des Rolling-Stone-Prince-Experten Sassan Niasseri heißt es: 

 "Er war der Mann, der Strapse tragen wollte, der Mann, der unklar lassen wollte, wen er liebte. 'I Just Can't Believe / All The Things People Say / Controversy / Am I Black Or White / Am I Straight Or Gay?', sang er in 'Controversy', und dann: 'I Wish We All Were Nude / I Wish There Was No Black And White / I Wish There Were No Rules'. Im selben Lied zitierte er das Vaterunser."

Über Prince und seine sexuelle Ambivalenz sprechen wir mit dem Musiker Justus Köhncke. 1992 bis 2000 war er mit Hans Nieswandt und der queeren Diva Eric D. Clark die Electro-Disco-Formation Whirlpool Productions. Die hatten mit "From: Disco To: Disco" einen internationalen Hit, waren in Italien Nummer eins und wurden hysterisch bejubelt. Whirlpool Productions und Justus Köhnke als Solokünstler sind offen queer. 

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