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Fazit | Beitrag vom 02.06.2020

Serie Kunstpause: Der Hallenser Maler Moritz GötzeAuf der Elbe zu künstlerischen Inspirationen paddeln

Moritz Götze im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Der Künstler Moritz Götze in seinem Atelier (dpa / picture alliance / Waltraud Grubitzsch)
Der Künstler Moritz Götze sagt, er findet bei seinen Paddeltouren immer wieder Geschichten und Landschaften für neue Ideen. (dpa / picture alliance / Waltraud Grubitzsch)

Weil in der Coronakrise die Einreise nach Polen nicht möglich war, hat der Maler Moritz Götze seine jährliche Paddeltour auf die Elbe verlegt. Manche Abschnitte des Flusses erinnerten an Landschaften wie auf Gemälden des 18. Jahrhunderts.

Seit mehr als 35 Jahren erhole er sich in einer kleinen Gruppe beim Paddeln im Frühsommer, sagt Moritz Götze. Der erfolgreiche Maler aus Halle an der Saale steht für großformatige Bilder mit kräftigen Farben, die einen optimistischen Grundton ausstrahlen.

Zu sehen ist eine bunte Zeichnung des Künsterls Moritz Götze, in deren Mittelpunkt eine junge Frau mit rotem Kleid auf deiner Schaukel sitzt, die an einem Baum befestigt ist. (Moritz Götze)Die Kunst von Moritz Götze ist auch von seiner Auseinandersetzung mit seiner Umwelt beeinflusst. Hier die Emaillemalerei "War & Ist" aus dem Jahr 2020. (Moritz Götze)

Erstaunt habe ihn die Einsamkeit an der Elbe: "Ich glaube, es gibt kaum einen einsameren Raum als die Elbe zwischen Vockerode und kurz vor Hamburg." Es gebe dort keine Eisenbahn oder großen Straßen: "Das ist wie so eine Filmkulisse oder wie auf einem Gemälde des 18. Jahrhunderts. Es ist unglaublich, dass es so etwas gibt."

Anregung zu neuen Werken

In diesen geschichtsträchtigen Landschaften stolpere er immer wieder über "irgendwelche Geschichten". Das sei auch sein großes Thema und der Grund, warum er sich so intensiv mit Geschichte auseinandersetze, sodass daraus Kunstprojekte entstünden:

"Ob das eben Pückler oder Scapa Flow war, so große Ausstellung, die ich gemacht habe - oder vorletztes Jahr Schadow. Das sind dann immer wieder Stellen, wo man Leuten oder Orten begegnet, mit dem man sich befasst hat oder befassen will."

Weltreise "Grand Tour"

Diese Begegnungen führten immer wieder zu künstlerischen Inspirationen. Ähnlich ergeht es auch seinem Freund und Malerkollegen Rüdiger Giebler, der seit Jahren zur Paddelgruppe dazugehöre:  

"Mit dem mache ich schon seit fünf Jahren die Ausstellungstournee "Grand Tour" - eine Tournee, die durch die ganze Welt geht." Auf allen Kontinenten hätten die beiden Künstler schon ausgestellt, so Götze.

Immer gebe es in der Ausstellung Bezüge zu Orten, die sie per Boot kennengelernt hätten - etwa das Dessauer Gartenreich: "Wo Fürst Franz als junger Mensch seine Grand Tour nach Frankreich, Großbritannien und in England und Italien gemacht hat und daraufhin dieses Gartenreich in Wörlitz geschaffen hat. Also so schließen sich dann immer wieder Wege."

(mle)

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