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Echtzeit | Beitrag vom 19.05.2018

Serie "Klassik drastisch" – Folge siebenCamille Saint-Saëns "Symphonie Nr. 3 in c-Moll, op. 78"

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Axel Ranisch und Devid Striesow gucken sich an und lachen. (Deutschlandradio/ Sandra Ketterer)
Axel Ranisch und Devid Striesow (Deutschlandradio/ Sandra Ketterer)

Das persönliche Handicap dieses Komponisten? Er hat einfach zu lange gelebt. Man hat einen langen Weg vor sich, wenn man schon mit drei Jahren komponiert. Saint-Saëns hat über 300 Instrumentalwerke geschaffen, von denen hierzulande gar nicht viele bekannt sind.

Denn damals wie heute sind es die Erneuerer und Revolutionäre, die ins Geschichtsbuch kommen, und nicht die Steten. Ungerecht. Und ist es nicht auch albern, sich ständig neu zu erfinden? Devid und Axel hören genauer hin und entdecken dabei die kleinen, subtileren Innovationen, die Saint- Saëns angestoßen hat, am Beispiel seiner "Orgelsymphonie".

Vielleicht sind die Klassik-Nerds auch nur deshalb so große Fans von Saint-Saëns, weil er die allererste Filmmusik geschrieben hat? Oder weil bei ihm die Melodie endlich mal so richtig Raum bekommt? Dazu noch diese "sphärische" Orgel... Und ein musikalisches "Kammerflimmern" im ersten Satz, das es in sich hat. Devid und Axel sind angetan. Und sehen "Laurence von Arabien" durch die Wüste reiten. Oder war es "Ein Schweinchen namens Babe"?

Die beiden Klassik-Nerds Devid Striesow und Axel Ranisch schauen auf witzige Weise ernst in die Kamera (Axel Ranisch und Devid Striesow)Die „Klassik-Nerds“ meinen es ernst! Ohne Anspruch auf Vollständigkeit aber mit hoher emotionaler Beteiligung präsentieren sie uns in den nächsten Wochen ihre persönlichen Highlights der klassischen Musik (Axel Ranisch und Devid Striesow)"Es ist Liebe!" Devid Striesow und Axel Ranisch verbindet eine gemeinsame Leidenschaft, die nur bedingt mit Film, Theater und Schauspielerei zu tun hat. Die beiden sind von klein auf Klassik-Nerds. Und stoßen in Ihrem Umfeld nicht selten auf Unverständnis, wenn sie wieder heimlich dirigierend vor der Stereoanlage stehen.

In der "Echtzeit" dürfen sie ihre Passion in den nächsten Wochen einmal so richtig ausleben. Vorausgesetzt, sie kommen auf den Punkt. Denn für jedes Werk, das sie sich gegenseitig mitbringen und vorstellen, haben sie nur etwa fünf Minuten Zeit. Fünf Minuten für "elefantöse Momente", für "die Zärtlichkeit in Tönen" oder die Tragik eines ganzen Komponistenlebens. Die Betriebstemperatur ist entsprechend hoch. Der Tonfall persönlich. Und stillgesessen wird wenig. Dafür gesungen: "Devid trifft einfach jeden Ton! Dafür kommt Axel höher."

Fazit

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