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Echtzeit | Beitrag vom 26.05.2018

Serie "Klassik drastisch" – Folge achtRobert Schumanns "Kinderszenen"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Devid Striesow und Axel Ranisch  (Deutschlandradio/ Sandra Ketterer)
Devid Striesow und Axel Ranisch (Deutschlandradio/ Sandra Ketterer)

Die Klassik-Nerds Devid Striesow und Axel Ranisch fragen sich, wie man mit geringen Mitteln eine anrührende Musik erschaffen kann. Die Rede ist von Robert Schumanns "Kinderszenen". Das bekannteste Stück aus dem Zyklus ist "Die Träumerei".

Ein erwachsener Mann blickt zurück auf seine Kindheit. Er erinnert sich an heitere Momente und bedrückende und improvisiert dazu 13 Miniaturen, die später zu den "Kinderszenen" zusammengefasst werden. "Die Träumerei" ist bis heute das bekannteste Stück aus diesem Zyklus von Robert Schumann.

Wie kann man mit so geringen Mitteln eine so anrührende Musik erschaffen? Das fragen sich Axel Ranisch und Devid Striesow. Sie entdecken die düsteren Qualitäten des Dur und die gelungene Vertonung von Geistesabwesenheit. Sie hören Gedankenschleifen und machen sich, unausweichlich, auch ihre eigenen Gedanken zum tragischen Lebenslauf des Komponisten, der am 29. Juli 1856 in einer Nervenheilanstalt bei Bonn verstarb.

Die beiden Klassik-Nerds Devid Striesow und Axel Ranisch schauen auf witzige Weise ernst in die Kamera (Axel Ranisch und Devid Striesow)Devid Striesow und Axel Ranisch (Axel Ranisch und Devid Striesow)"Es ist Liebe!" Devid Striesow und Axel Ranisch verbindet eine gemeinsame Leidenschaft, die nur bedingt mit Film, Theater und Schauspielerei zu tun hat. Die beiden sind von klein auf Klassik-Nerds. Und stoßen in ihrem Umfeld nicht selten auf Unverständnis, wenn sie wieder heimlich dirigierend vor der Stereoanlage stehen.

In der "Echtzeit" dürfen sie ihre Passion in den nächsten Wochen einmal so richtig ausleben. Vorausgesetzt, sie kommen auf den Punkt. Denn für jedes Werk, das sie sich gegenseitig mitbringen und vorstellen, haben sie nur etwa fünf Minuten Zeit. Fünf Minuten für "elefantöse Momente", für "die Zärtlichkeit in Tönen" oder die Tragik eines ganzen Komponistenlebens. Die Betriebstemperatur ist entsprechend hoch. Der Tonfall persönlich. Und stillgesessen wird wenig. Dafür gesungen: "Devid trifft einfach jeden Ton! Dafür kommt Axel höher."

Fazit

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