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Echtzeit | Beitrag vom 12.10.2019

Serie "Klassik drastisch"#29 Gustav Holst - "Die Planeten"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Das Bild zeigt Devid Striesow, der einen Kaputzenmantel trägt und auf einem Podest steht, einen Taktstock hält. Rechts neben ihm steht Axel Ranisch mit verschränkten Armen. (Anja Schäfer/Deutschlandradio)
Devid Striesow (l.) und Axel Ranisch dirigieren beim Klassik-Hören gerne mit. (Anja Schäfer/Deutschlandradio)

"Jeder Künstler sollte darum beten nicht erfolgreich zu sein", soll Gustav Holst gesagt haben. Hat bei ihm selbst nicht geklappt. Macht ihn aber ungemein sympathisch.

Diesem Komponisten geht es mehr um das Werk als um den Ruhm. Damit hat er bei den Klassik-Nerds schon einen dicken Stein im Brett. Und wer könnte ihn besser verstehen als wir, meint Axel: "Wir beide haben doch die schlechtesten Tatorte aller Zeiten gedreht!"

Vor der Aufführung der "Planeten" im Jahr 1918 führte Gustav Holst (*1874 in London) ein unspektakuläres Leben als Musiklehrer an einer Mädchenschule und Mitglied einer Blaskapelle. Sein eigentlicher Lebensinhalt aber bestand im Komponieren von Werken, die keiner hören wollte. Dann vertonte er unser Sonnensystem. Und wurde über Nacht berühmt. Holst war plötzlich ein gefragter Komponist, bekam Professuren, gab Interviews, konnte mit dem Trubel aber nie viel anfangen und starb 1934 an den Spätfolgen eines Arbeitsunfalls.

Wieso er insbesondere Filmkomponisten beeinflusst hat, bis in die heutige Zeit hinein, versteht man sofort, wenn man "Die Planeten" hört.

 

Fazit

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