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Echtzeit | Beitrag vom 05.01.2019

Serie "Klassik drastisch"#19 Sibelius - "Violinkonzert"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Das Bild zeigt Devid Striesow am Flügel, Axel Ranisch lehnt sich im Hintergrund auf den Flügel. (Anja Schäfer/deutschlandradio)
Devid Striesow und Axel Ranisch können nichts anders: Wenn Klassik läuft, müssen sie mit musizieren. (Anja Schäfer/deutschlandradio)

Die Klassik-Nerds eröffnen das neue Jahr mit dem finnischen Komponisten Jean Sibelius. Zeitlebens von der Elite verschmäht, lebte er seine Einsamkeit in seinen musikalischen Werken aus. Das Ergebnis: Ein Stück, das dem Violinisten alles abverlangt.

Die Klassik-Nerds haben viele Assoziationen zu Finnland: Wälder, Kälte, Seen - und natürlich den finnischen Komponisten Jean Sibelius mit seinem Violinkonzert. Ein Stück, das Axel Ranisch an einen Spaziergang in der Natur erinnerte: "Da kann man nur die Augen schließen und wegträumen."

Doch so friedlich es im ersten Teil daherkommt, desto dramatischer erwischt das Instrumentalkonzert die Zuhörer im weiteren Verlauf. Das Leiden der Geigen beginnt, das die Geiger dieser Welt mit all ihrem Fähigkeiten herausfordert: "Alles was die Geigen hergeben – in allen Tonlagen", meint Devid Striesow dazu.

Ähnlich zerrissen wie das Werk selbst war auch sein Komponist Sibelius, der zeitlebens darunter litt, dass die Intelektuellen seine Musik nicht mochten. Seine unschöne Lösung des Problems: Die Flucht in den Alkohol.


Die Spotify-Playlist zu "Klassik drastisch"

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