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Echtzeit | Beitrag vom 24.11.2018

Serie "Klassik drastisch"#14 Leonard Bernstein - "Sinfonie Nr. 1, Jeremiah"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Das Bild zeigt Axel Ranisch, wie er hinter einem Klavier mit einem Dirigentenstab nach rechts zeigt, während Devid Striesow mit dem Kopf auf den Tasten des Klaviers liegt. (Anja Schäfer/deutschlandradio)
"Wenn der jetzt sehen würde, wie wir dirigieren", sagt Devid Striesow und denkt an Leonard Bernstein. (Anja Schäfer/deutschlandradio)

Leonard Bernstein war Komponist, Dirigent und Dandy. Dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass befassen sich die beiden Klassik-Nerds mit seiner "Sinfonie Nr. 1, Jeremiah". Für beide ist es ein Lied, das das Leid eines ganzen Volkes ausdrückt.

"Wenn ich jemand gern begegnet wäre, dann wäre es Leonard Bernstein gewesen", meint Devid Striesow. Axel Ranisch geht es genauso. Dieser Komponist, Dirigent, Dandy und großartige Musikvermittler ist einfach viel zu früh gestorben. Da sind sich beide einig. Dieses Jahr hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert. Und Devid Striesow erinnert heute an ihn. Anhand seiner ersten Sinfonie, die auch den Titel "Jeremiah" trägt.

Den Finger in die Wunde legen

"Wenn der jetzt sehen würde wie wir dirigieren". Zum Glück bleibt das den beiden Klassik-Nerds immerhin erspart. Dafür haben Sie Bernstein leider auch nie persönlich begegnen dürfen. Seine erste Sinfonie, um die es heute geht und die die Geschichte des Propheten Jeremiah erzählt, entstand 1942 und wurde 1944 uraufgeführt.

"Das ganze Leid des Volkes Israel", meint Axel in dieser Musik zu hören. Und Devid ergänzt: Bernstein, der habe immer "den Finger in die Wunde gelegt. Und verdammt noch mal, das hat man dem auch angesehen. Der hatte dieses Unmittelbare, diese Schlaflosigkeit, dieses Angerührte, das einen so unglaublich in seinen Bann zieht."


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