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Echtzeit | Beitrag vom 30.06.2018

Serie "Klassik drastisch"#12 Joseph Haydn - "Die Schöpfung"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Axel Ranisch (li.) und Devid Striesow sind Klassik-Nerds. (Deutschlandradio / Anja Schäfer)
Axel Ranisch (li.) und Devid Striesow sind Klassik-Nerds. (Deutschlandradio / Anja Schäfer)

Schlechte Laune? Hören Sie dieses Werk! Und alles wird gut. Haydn feiert die Schöpfung – und die Klassik-Nerds feiern mit. Welch ein Vergnügnen! Mit diesem musikalischen Feuerwerk verabschieden sich Axel und Devid in die Sommerpause.

Fußball-Aus, "Achse der Willigen" und immer wieder Trump - sich herunterziehen zu lassen ist gerade keine Kunst. Aber Axel und Devid sind so schnell nicht unterzukriegen. Sie greifen ganz tief in Ihre Hausapotheke und ziehen dieses wundervolle Werk heraus. "Und Gott sprach, es werde Licht. Und es ward Licht". So ist das. Alles ist schön, alle leben in Frieden miteinander, die Liebe ist ein Fest und den Sündenfall hat es in dieser besten aller möglichen Welten nie gegeben.

Diese "Schöpfung" krönt das Schaffen eines ohnehin sehr erfolgreichen Komponisten. Der -obwohl im "besten Mannesalter", also mit Mitte 60, mit Staunen auf die Welt schaut wie ein Kind. Ein Werk, für das Haydn schon zu Entstehungszeiten frenetisch gefeiert wurde vom Publikum. Und ein würdiges Ende für diese erste Staffel von "Klassik drastisch". Liebe Klassik-Nerds wir werden Euch vermissen! Aber zum Glück ist die zweite Staffel ja bereits in Arbeit. Hausaufgabe für den Sommer: Ganz viel Musik hören!

Axel Ranisch und Devid Striewsow blicken ernst in die Kamera (Axel Ranisch und Devid Striesow)Axel Ranisch und Devid Striewsow (Axel Ranisch und Devid Striesow)"Es ist Liebe!": Devid Striesow und Axel Ranisch verbindet eine gemeinsame Leidenschaft, die nur bedingt mit Film, Theater und Schauspielerei zu tun hat. Die beiden sind von klein auf Klassik-Nerds. Und stoßen in ihrem Umfeld nicht selten auf Unverständnis, wenn sie wieder heimlich dirigierend vor der Stereoanlage stehen.

In der "Echtzeit" dürfen sie ihre Passion einmal so richtig ausleben. Vorausgesetzt, sie kommen auf den Punkt. Denn für jedes Werk, das sie sich gegenseitig mitbringen und vorstellen, haben sie nur etwa fünf Minuten Zeit. Fünf Minuten für "elefantöse Momente", für "die Zärtlichkeit in Tönen" oder die Tragik eines ganzen Komponistenlebens. Die Betriebstemperatur ist entsprechend hoch. Der Tonfall persönlich. Und stillgesessen wird wenig. Dafür gesungen: "Devid trifft einfach jeden Ton! Dafür kommt Axel höher."

Fazit

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