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Sein und Streit | Beitrag vom 14.08.2016

Serie "Denk-Räume"Über die Aura philosophischer Orte

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Schwarz-Weiß-Aufnahme der Skulptur "Der Denker" aus dem Jahre 1904 des berühmten französischen Bildhauers, Grafikers und Malers Auguste Rodin (12.11.1840 - 17.11.1917). (dpa)
Wie haben Orte Philosphen und Denker geprägt? - Die Skulptur "Der Denker" von Auguste Rodin. (dpa)

Wie wirken Orte auf das Denken? Und prägen umgekehrt Denker Orte? Kann man Spuren von Denkereignissen oder etwa eine bestimmte Aura auch heute noch an Orten fühlen, die für die Philosophie wichtig waren?

Was erzählen beispielsweise die Pariser Passagen heute noch über Walter Benjamins Faszination für das Flanieren, das Flüchtige des gedachten Augenblicks, die Verbindung von Architektur und Denken? Hat Sigmund Freuds Mobiliar die narzisstische Kränkung der Menschheit durch die Psychoanalyse in besonderem Maße begünstigt? Lässt sich in Martin Heideggers Hütte in Todtnauberg noch etwas von der Atmosphäre von "Sein und Zeit" nachempfinden? Und trägt der Ort in sich noch Spuren der Auseinandersetzung Heideggers mit Paul Celan nach dem Krieg? Was spürt man im Örtchen Plettenberg noch von der einst überragenden Präsenz Carl Schmitts, jenem NS-Philosophen, der nach dem Krieg zurückgezogen und doch lebhaft hofiert in seinem Heimatort lebte? In unserer Reihe über solche philosophischen Orte erzählten wir Geschichten von Denk-Räumen, damals und heute.

Die Beiträge im Einzelnen:

14.8. - Andrea Roedig: Hier steht gar keine Couch. Freuds Wohnung in der Berggasse 19 in Wien


21.8. - Jürgen König: Walter Benjamins Passagen in Paris


28.8. - Ania Mauruschat: Heideggers Hütte in Todtnauberg

4.9. - Stefan Osterhaus: Carl Schmitt in Plettenberg

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