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Interview / Archiv | Beitrag vom 09.02.2015

Separatismus in der Ost-Ukraine"Wenn sich diese Regionen lossagen, dann auch andere"

Juri Durkot im Gespräch mit Marianne Allweiss und André Hatting

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Ukrainische Soldaten hinter einem Stacheldrahtzaun (AFP / Sergei Supinsky)
Der ukrainische Journalist Juri Durkot warnt vor einer Abspaltung der östlichen Ukraine. (AFP / Sergei Supinsky)

Ließe sich der Konflikt in der Ukraine durch eine Abspaltung des Ostens beenden? Was manchen Beobachtern bereits als letzter Ausweg erscheint, ist für den ukrainischen Journalisten Juri Durkot keine Option. Das große Problem sei, "dass es nicht damit aufhört".

Nun also noch einmal Minsk: Am Mittwoch wollen Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande zusammen mit den Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Petro Poroschenko, in der weißrussischen Hauptstadt erneut über einen Ausweg aus der Ukraine-Krise beraten. Doch schon jetzt herrscht Skepsis, dass sich der verfahrene Konflikt dabei lösen lässt.

"Wir haben es mit einer Hydra zu tun"

Eine Abspaltung der Ost-Ukraine sei jedenfalls keine Option, sagte der ukrainische Journalist Juri Turkot im Deutschlandradio Kultur. "Das große Problem ist, dass die Gefahr darin besteht, dass es nicht damit aufhört." Wenn sich diese Regionen lossagten, werde das Land auch an anderen Stellen instabil werden.

Zu Beginn des Konflikts sei die Situation auch in Städten wie Odessa oder Charkiw äußerst angespannt gewesen, "teilweise mit Straßenkämpfen und besetzten Gebäuden". Der Regierung sei es jedoch gelungen, die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Nach Ansicht des Journalisten kann die Lage aber auch schnell wieder kippen. Man habe es mit einer "Hydra zu tun, die sich auch weiter verbreiten kann".

Weiterführende Information

Ukraine-Krise - Merkel auf diplomatischer Mission
(Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 09.02.2015)

Neues Friedensabkommen - Putins Strategie im Ukraine-Konflikt
(Deutschlandradio Kultur, Kommentar, 07.02.2015)

Ukraine-Krieg - Ein lang erwartetes Signal
(Deutschlandfunk, Kommentar, 05.02.2015)

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