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Breitband | Beitrag vom 18.01.2014

SendungsüberblickHyperkonnektivität

Von der multiplen Identität zum totalen Profil

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Zählen Sie mal: Zwei, drei, vier, wie viele Personen sind Sie eigentlich im Netz? Viele von uns besitzen nicht nur eine Identität, sondern gleich mehrere. Nirgendwo lässt sich Selbstdarstellung einfacher gestalten und leichter die Rolle wechseln als in der digitalen Welt.

Unsere digitalen Selbstbilder werden Tag für Tag plastischer. Mal bewusst, mal unbewusst hinterlassen wir im Netz Spuren von Daten. Wir vernetzen unsere multiplen Identitäten miteinander, mit anderen, mit den Dingen. Wir lassen die Technik immer näher an uns heran. Ist das noch eine persönliche Entscheidung?

Dabei werden unsere Identitäten immer mehr zu Profilen, gefüttert von Verknüpfungen, Vorlieben, Suchanfragen und Netzwerken. Es entsteht ein aggregiertes Bild, das sich unserer Kontrolle mehr und mehr entzieht.

Was wir posten, ist nicht mehr das wichtigste - sondern was wir tun. Und was in uns passiert. Schritte pro Tag, Schlafqualität, Herzfrequenz. Das quantifizierte Selbst.

Dass viel davon nicht zwischen uns und Internetfirma X oder Y bleibt, wissen wir heute. Die Gesellschaft wird im großen Maßstab überwacht.

Wie finden wir die Balance zwischen Privatheit und Vernetzung in der vollvernetzten Welt? Wie und worauf bauen wir unsere Identität? Und was ändert es, wenn wir wissen: Die Kontrolle über unser digitales Profil haben wir längst verloren?

Philip Banse diskutiert mit

Prof. Dr. Petra Grimm
Hochschule für Medien Stuttgart

Sascha Lobo
Blogger und Strategieberater

Jochen Wegner
Chefredakteur von Zeit Online

Links
The Future of Identity - Studie der britischen Regierung
Entnetzt Euch! - Artikel von Urs Stäheli (PDF-Download)



Redaktion: Tatjana Brode
Webredaktion: Anja Krieger

Bild oben: Network Map von speedoflife auf Flickr, CC-BY
Bild unten: Deutschlandradio Kultur

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