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Breitband | Beitrag vom 30.09.2017

SendungsüberblickDas ist Wahnsinn - du spielst mit meinen Gefühlen

Die Themen der Sendung vom 30. September 2017

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"Ich wünschte, ich könnte versprechen, dass wir jede Form von Beeinflussung verhindern können - aber das wäre unrealistisch." Das sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg kürzlich über seine Plattform.

Gefühle außer Kontrolle

Facebook  - oder das, was jeder Nutzer individuell in seinem Netzwerk sieht - lässt sich von seinen Entwicklern also nicht mehr komplett kontrollieren. Was bedeutet es, wenn die Erfinder und Entwickler nicht mehr Herr ihrer eigenen Algorithmen sind? Und wer kann stattdessen wie leicht eingreifen?
Wie Facebook seine Algorithmen überhaupt überwachen kann, erklärt uns Jan Rähm. Im Anschluss sprechen wir mit der Psychologin Sandra Matz über die Ausnutzung von Emotionen in sozialen Netzwerken und darüber hinaus: Kann Technologie bereits menschliche Gefühle in Echtzeit auslesen und auswerten - und wofür werden die Ergbnisse genutzt?

[Audio: Algorithmen und Emotionen: Welche Verantwortung hat Facebook?, mp3, 14:22 Min.]

Selbstjustiz auf der Bühne

Ebenfalls außer Kontrolle geriet vergangenes Jahr der Fall Jacob Appelbaum: Dem Hacker und Aktivisten, der maßgeblich an den NSA-Leaks beteiligt war, wurde Vergewaltigung vorgeworfen. In der Neuköllner Oper in Berlin wird nun ein Stück aufgeführt, das sich mit seinem Fall und dem Mechanismus der Selbstjustiz im Internet beschäftigt. Nora Gohlke hat es für uns gesehen.

[Audio: Inszeniertes Zeitgeschehen - Die Oper "Fuck the facts", mp3, 06:37 Min.]

AfD-Mediendebatte und öffentliche Überwachung

Nach der Bundestagswahl wurde der Vorwurf laut, die Medien hätten zum Wahlerfolg der AfD beigetragen. Jenny Genzmer fasst die Debatte für uns zusammen. Außerdem berichtet sie über eine groß angelegte Beobachtungsoffensive in China: Dort wurde das weltweit größte Überwachungssystem mithilfe von Straßenkameras installiert.

[Audio: Medien und AfD, Sparpläne, Überwachung in China, mp3, 04:32 Min.]

Verlängertes Zwitschern

Zum Schluss wird's lang - ganze 280 Zeichen will Twitter nun in seinen Tweets zulassen. Doppelt so viele wie bisher, und das ruft nach der Bekanntmachung dieser Woche viel Kritik und Neugier hervor. Matthias Finger berichtet.

[Audio: Oh Gott! Die Welt geht unter! Twitter bekommt 280 Zeichen!, mp3, 05:36 Min.]

Team der Woche:

Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese
Redaktion: Marcus Richter und Jana Wuttke
Netzmusik: Teresa Sickert
Web: Miriam Sandabad

Foto von Retis, CC BY 2.0

Breitband

Medien in den USAKlicks und sonst nix
Eine Demonstrantin hält ein Schild mit der Aufrschrift "Fox lies, democracy dies". (Getty Images / NurPhoto / Karla Ann Cote)

Gleich drei US-Journalistinnen und -Journalisten haben im letzten Monat ihre Jobs unter Protest hingeworfen. Irgendwas läuft falsch in den Medien des Landes. Es gehe vor allem um Polarisierung, nicht um die Grautöne, sagt die Journalistin Dagmar Hovestädt.Mehr

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