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Sein und Streit | Beitrag vom 03.06.2018

Sein und Streit – die ganze SendungKünstliche Intelligenz und große Emotionen

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Die Kommunikationsmanagerin von Aldebaran, Aurora Chiquot, umarmt auf der CeBIT Hannover 2016 den humanoiden Roboter "Pepper". (Ole Spata/dpa)
Roboter "Pepper": Scheint Menschen sehr zugetan (Ole Spata/dpa)

Die Künstliche Intelligenz Sophia soll das zuwege bringen, was den Menschen nur selten gelingt: bedingungslos lieben. Maschinen und Emotionen – ist dies nicht ein Gegensatz? Und ist ein solcher Liebes-Roboter überhaupt wünschenswert?

Sophia ist eine künstliche Intelligenz und sieht Audrey Hepburn verblüffend ähnlich. Diese Tage kriegt sie ein neues Update verpasst, das sie noch ein Stückchen näher an ihre Bestimmung führt: Sie soll die bedingungslose Liebe lernen und lehren. Emotionen erfassen und mimisch ausdrücken, kann sie schon – und selbst Meditationen leitet sie an. Erste Meilensteine auf dem Weg zur virtuellen Übermutter und zum perfekten Liebes-Coach sind also bereits genommen: Aber lässt sich Liebe tatsächlich programmieren? Und ist eine bedingungslos liebende Maschine überhaupt wünschenswert? Diese Fragen diskutieren wir mit der Philosophin Tatjana Noemi Tömmel.

Sprechende Maschinen & fühlende Algorithmen

Verleiht man einer Maschine eine Stimme, schenkt man ihr eine Seele. Kein Wunder also, dass das Interesse an sprechenden Automaten seit jeher groß ist. Johanna Tirnthal hat für uns den Stimmen der maschinellen Liebe nachgespürt.

Der philosophische Wochenkommentar:
Gibt es guten Paternalismus?

Entweder ein anderes Kabinett oder eine technokratische Übergangsregierung – so verfügte Italiens Staatspräsident Mattarella diese Woche und machte damit Roms Austritt aus der EU in der kommenden Regierungszeit unwahrscheinlicher. In Brüssel plant man nun ein Verbot für eine Reihe Wegwerf-Plastik-Produkte und möchte damit einen wirksamen Schritt gegen die Meeresverschmutzung unternehmen. Kommt die Vernunft also von oben? Nein, argumentiert Andreas Urs Sommer in seinem philosophischen Wochenkommentar, es gibt keinen guten Paternalismus. Aber es sei gut, dass es in unseren Demokratien auch Paternalismus gibt.

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