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Sein und Streit | Beitrag vom 11.12.2016

Sein und Streit - Die ganze SendungGlobale Bewegungsfreiheit

Moderation: Christian Möller

Ausstellung in Berlin: Blick auf die Alltagsutensilien von Flüchtlingen in der Ausstellung "daHeim" (picture alliance / Wolfram Kastl)
Ausstellung in Berlin: Blick auf die Alltagsutensilien von Flüchtlingen in der Ausstellung "daHeim" (picture alliance / Wolfram Kastl)

Die globale Bewegungsfreiheit, das Urteil gegen den Fahrdienstleiter von Bad Aibling und Shakespeare - breiter kann die Themenpalette von "Sein und Streit" gar nicht mehr werden. Und bei all dem geht es grob um eines: Unsere Verpflichtung zur Verantwortung.

Es ist und bleibt eines der drängendsten globalen Probleme: Mehr als 60 Millionen Menschen sind zurzeit auf der Flucht. Die Politik reagiert meist mit dem Ruf nach Abschottung: Grenzen sichern, eine Obergrenze für Flüchtlinge festlegen. In Sein und Streit denken wir heute mal in die entgegengesetzte Richtung: Der Philosoph Andreas Cassee hat ein "Philosophisches Plädoyer für offene Grenzen" veröffentlicht, in dem er argumentiert, warum es aus moralischer Sicht falsch ist, wenn Staaten Menschen die Einreise auf ihr Territorium verweigern.

Andreas Cassee: Globale Bewegungsfreiheit - Ein philosophisches Plädoyer für offene Grenzen
Suhrkamp Taschenbuch, Wissenschaft, Berlin 2016, 282 Seiten, 17 Euro

Außerdem in der Sendung:

Kleine Leute, große Fragen

Unsere kleinen Philosophen üben sich im kritischen Denken und antworten auf unsere Frage: Muss man auch Menschen helfen, die man nicht kennt?

Philosophischer Wochenkommentar

Sterben müssen wir alle, so viel ist klar. Die Frage ist, wann wir aus dem Leben gehen.

Dreieinhalb Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung – so lautete Anfang der Woche das Urteil des Traunsteiner Landgerichts gegen einen Fahrdienstleiter bei der Bahn. Er hatte im Februar bei Bad Aibling ein schweres Zugunglück verursacht: zwölf Tote, 85 Verletzte. Und das alles, weil er während seiner Arbeitszeit ein Spiel auf seinem Handy gespielt hat. Dass das Kopfschütteln auslöst, ist verständlich. Aber mal ehrlich, fragt  Svenja Flaßpöhler in ihrem philosophischen Wochenkommentar: Können wir wirklich von uns sagen, dass uns das nicht hätte passieren können?

Ein Türchen wird geöffnet: Der 11. Dezember im Literarischen Adventskalender

"Shakespeare und seine Welt" – lautet der vielversprechende Titel von Günter Jürgensmeier. Carsten Hueck empfiehlt das Buch in unserem Adventskalender.

Günter Jürgensmeier. Shakespeare und seine Welt
Galiani, Berlin 2016. 816 Seiten, 89 Euro


Schließlich gehen unsere Fragen an die Schriftstellerin Esther Kinsky.

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