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Sein und Streit | Beitrag vom 22.07.2018

Sein und Streit – die ganze SendungEthno-Futurismen: Woher kommt die Zukunft heute?

Moderation: Simone Miller

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Ein Mann leuchtet mit einer Taschenlampe auf das Wort Future (imago/Ikon Images)
War’s das mit der Zukunft? Nein, meint der Philosoph Armen Avanessian, und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf eine Reihe von "Ethno-Futurismen". (imago/Ikon Images)

Was verbirgt sich hinter der Rede von "realen Alien-Erfahrungen"? Warum gleicht Japan einem Satelliten? Und inwiefern kann Beschleunigung befreiend sein? Der Philosoph Armen Avanessian über Zukunfts-Entwürfe mit subversivem Potential.

Klimaerwärmung, Wasserkriege, Migrationskrisen – die optimistische Erzählung vom kontinuierlichen Fortschritt, ist längst dramatischen Krisen-Szenarien gewichen. Die Neue Rechte will nicht Zukunft entwerfen, sondern Vergangenheit konservieren. Noch dazu konzentriert sich große Macht über die Zukunft bei wenigen Technologie-Giganten. War’s das mit der Zukunft? Nein, meint der Philosoph Armen Avanessian und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf eine ganze Reihe von "Ethno-Futurismen": Vom Afro-Futurismus, über den Shanghai-Futurismus bis hin zum Dubai-Futurismus. Was für Zukunfts-Entwürfe entstehen da? Worauf reagieren sie? Und welche Hoffnungen sind mit ihnen verbunden?

Kommentar zum Antisemitismus-Urteil

Xavier Naidoo darf nicht "Antisemit" genannt werden, so urteilte das Landgericht Regensburg. Es sei nicht nachweisbar, dass der Sänger auch privat antisemitische Überzeugungen vertrete. Der Philosoph Peter Trawny hält dieses Argument für verfehlt. Das Urteil hätte nicht der Privatperson gelten sollen, sondern dem Sänger, argumentiert er im philosophischen Wochenkommentar.

Das philosophische Bestiarium: Der Löwe

In einer neuen Serie erzählt "Sein und Streit" philosophische Tiergeschichten. Vom schatzsuchenden Maulwurf ist hier die Rede, von der sinnwebenden Spinne und vom unheimlich-vertrauten Wolf. Den Anfang macht Florian Werner mit dem Löwen, dem König der Traumbewältigung.

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