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Kulturnachrichten

Mittwoch, 11. November 2020

Schwedischer Schauspieler Sven Wollter gestorben

Der schwedische Schauspieler Sven Wollter ist tot. Er starb am Dienstag, umgeben von seinen engsten Angehörigen, im Alter von 86 Jahren, wie seine Tochter Stina Wollter am Abend auf Instagram mitteilte. Der in Göteborg geborene Darsteller, den deutsche Krimi-Freunde vor allem als Kommissar Van Veeteren aus mehreren Verfilmungen der Romane des Schriftstellers Håkan Nesser kannten, war zuletzt nach einer Stockholm-Reise an Covid-19 erkrankt.

Fotograf Bruno Barbey gestorben

Der französisch-schweizerische Fotograf Bruno Barbey ist tot. Er starb bereits am 9. November im Alter von 79 Jahren in Orbais-l'Abbaye nahe Reims, teilte die Académie des Beaux-Arts mit. Barbey wurde in Marokko geboren und war Mitglied der Fotoagentur Magnum. In seinem 40-jährigen Berufsleben bereiste er alle Kontinente und schuf Fotoreportagen vor allem von kriegerischen Ereignissen. 2016 wurde Barbey in die Académie des Beaux-Arts gewählt. Der größte Teil seiner Sammlung befindet sich mit der Kollektion der Magnum-Fotoagentur im texanischen Austin.

Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Ulf Röller

Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis in Erinnerung an den berühmten Tagesthemen-Moderator geht dieses Jahr an den ZDF-Journalisten Ulf Röller. Der Korrespondent und sein Team werden für ihre Berichte aus China in Zeiten der Corona-Krise und aus Hongkong während der Massenproteste ausgezeichnet. Es seien höchst präzise, umsichtig und unter schwierigsten Umständen erarbeitete Filme und Analysen, lobt der Verein in Hamburg, der die Auszeichnung seit 1995 vergibt. Röller lasse sich als Reporter weder von den Darstellungen der Regierung noch von denen der Opposition verführen, heißt es weiter. Die Jury ehrt in diesem Jahr auch die britische BBC-Moderatorin Emily Maitlis und zwei Reporter des NDR. Nadia Kaiouli und Jonas Schreijäg hatten eine Dokumentation auf Seenotrettungsschiff "Sea-Watch3" gedreht.

Anna-Seghers-Stiftung benennt PreisträgerInnen

Der diesjährige Anna Seghers-Preis geht zu gleichen Teilen an die kroatisch-schweizerische Autorin Ivna Žic und an den Argentinier Hernán Ronsino. Das hat die Anna-Seghers-Stiftung mitgeteilt. Demnach findet die Preisverleihung am 20. November im Berliner Literaturforum im Brechthaus statt und wird auf youtube übertragen. Die Preisträger werden aus Buenos Aires und Zürich zugeschaltet. Am 19. November ist der 120. Geburtstag von Anna Seghers. Der mit jeweils 12.500 Euro dotierte Preis wird von der Anna Seghers-Stiftung an NachwuchsautorInnen aus dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika vergeben, die im Sinne der Schriftstellerin mit den Mitteln der Kunst zur Entstehung einer gerechteren Gesellschaft beitragen.

Paul-Spiegel-Preis für Initiative "Omas gegen Rechts"

Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht in diesem Jahr den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage an die bundesweite Initiative „Omas gegen rechts“. Wegen der Corona-Pandemie findet die Preisverleihung erst im Frühsommer 2021 statt.
Die Aktivistinnen und Aktivisten brächten ihre Lebenserfahrung und ihre Zeit ein, um sich für unsere Demokratie zu engagieren, erklärte der Präsident des Zentralrates, Schuster, in einer Mitteilung. Sie setzen laut und deutlich ein Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus und Rassismus sowie gegen Frauenfeindlichkeit. Von regelmäßigen Anfeindungen ließen sie sich nicht einschüchtern. Ihr Engagement sollte in unserem Land stärker gewürdigt werden als bislang, so Schuster. Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat der Juden in Deutschland in Erinnerung an seinen früheren Präsidenten vergeben. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Karnevalspräsident ruft zum Zuhause-Feiern auf

Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Klaus-Ludwig Fess, hat dazu aufgerufen, zur traditionellen Eröffnung der närrischen Session am 11.11. zuhause zu bleiben. Oberstes Gebot der Stunde sei es, nicht zu feiern, nicht rauszugehen sondern zuhause zu bleiben, sagte Deutschlands oberster Karnevalist im Radio-Sender WDR 5. Coronabedingt werde es erstmals eine digitale Sessionseröffnung via Youtube und Facebook geben. In der Karnevalshochburg Köln gilt am 11.11. ein Versammlungs- und Alkoholverbot. Die Ausnahmesituation biete auch eine große Chance, sich von Saufgelagen ab- und traditionellem Brauchtum wieder zuzuwenden, sagte Fess. Das Wesen des Karnevals sei nicht der Alkohol. Er appellierte an die Politik dafür zu sorgen, dass die vielen Unternehmen rund um den Karneval im nächsten Jahr noch da seien. Die Branche erziele einen Jahresumsatz von über 1,3 Milliarden Euro.

Produzent Jochen Laube bekommt Ehrenfilmpreis

Der Filmproduzent Jochen Laube wird mit dem Baden-Württembergischen Ehrenfilmpreis 2020 ausgezeichnet. Der undotierte Preis wird bei der 26. Filmschau Anfang Dezember online vergeben, teilte das Filmbüro Baden-Württemberg mit. Laube ist einer von zwei Geschäftsführern der Sommerhaus Filmproduktion GmbH in Ludwigsburg. Für den Streamingdienst Netflix arbeitet er gerade an der Serie "The Empress" über die Kaiserin Sisi. Mit Regisseurin Caroline Link hat Laube Judith Kerrs Roman "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" verfilmt. Auch "Exit", "Berlin Alexanderplatz" und "In den Gängen" wurden von Sommerhaus produziert.

Expertise des Goethe-Instituts auch im Inland nutzen

Die kulturpolitische Kompetenz des Goethe-Instituts sollte nach Ansicht der künftige Präsidentin der Einrichtung, Carola Lentz, stärker im Inland genutzt werden. Es gehe darum, diesen vielfältigen Schatz an Expertise, Wissen, Netzwerken, der in der ganzen Welt entsteht, auch nach Deutschland zu bringen und hier sichtbar zu machen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe nicht allein, sondern nur im Bündnis mit vielen anderen. Deshalb werde sie das Thema zu ihren Antrittsbesuchen bei allen Institutionen mitnehmen. Sie wolle ausloten, wo Synergieeffekte möglich seien, so Lentz. Die 66 Jahre alte Mainzer Ethnologin übernimmt am Freitag vom bisherigen Präsidenten Klaus-Dieter Lehmann die ehrenamtliche Spitze des Goethe-Instituts.

"Tiktok"-Betreiber zieht erneut vor ein US-Gericht

Der Betreiber von "Tik Tok" zieht erneut vor Gericht, um ein Aus der Videoplattform in den USA zu verhindern. Hintergrund ist die Frist eines Gremiums, das ausländische Investitionen in den USA überwacht. Dieses hatte den chinesischen "Tik Tok"-Eigentümer "Bytedance" aufgefordert, sich bis morgen von Eigentum zu trennen, das im Zusammenhang mit dem US-Betrieb der App steht. Man habe eine Verlängerung um 30 Tage beantragt, aber keine Rückmeldung von der US-Regierung bekommen, teilte Tik Tok mit. Im Sommer hatte Präsident Trump eine massive Attacke auf die Videoplattform gestartet. Er bezeichnete die App als Sicherheitsrisiko, weil chinesische Behörden über sie an Daten von US-Bürgern kommen könnten.

Dalis "Klagemauer" wird versteigert

Ein Gemälde der Klagemauer des spanischen Malers Salvador Dali soll am 19. November versteigert werden. Das Werk könnte nach Angaben des US-Auktionshauses Heritage Auctions bis zu umgerechnet 675.000 Euro erzielen, berichtet die Zeitung "Jerusalem Post". Ein Teil des Verkaufserlöses soll der "Football World Heritage of Unesco" zugutekommen, die sich für die Aufnahme der Fußballkultur als Welterbe der Menschheit für Frieden einsetzt. Das Gemälde von 1975 zeigt eine Ansicht von fünf betenden Menschen an der Klagemauer. Ins Mauerwerk hat der Künstler die hebräischen Worte "Baruch HaSchem" (gepriesen sei Gott) eingearbeitet.

Ungarn: Theater-Studenten beenden Besetzung

Die Studenten und Lehrer der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) beenden wegen eines bevorstehenden Corona-Lockdowns ihre Besetzung der Hochschulgebäude. Die Einhaltung der staatlichen Pandemie-Maßnahmen sei staatsbürgerliche Pflicht, sagte eine Studentenvertreterin vor der Presse. Mit der Besetzung ihrer Universität protestieren Studenten und Lehrkräfte seit Anfang September gegen den Entzug der Autonomie durch die Regierung des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Ein mit regierungsloyalen Vertretern beschicktes, neues Kuratorium hatte die Leitungsbefugnisse des gewählten Senats übernommen. Studenten und Lehrkräfte nahmen dies nicht hin, besetzten die Gebäude der Universität und richteten einen alternativen Lehrbetrieb.

Festnahme türkischer Journalisten unrechtmäßig

Mehrere Journalisten und Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" sind nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte lediglich auf Grundlage von Spekulationen festgenommen worden. Die vorliegenden Fakten gegen die acht hätten keinen begründeten Verdacht zugelassen, hieß es in dem veröffentlichten Urteil. Die Festnahme und fortlaufende Inhaftierung vor dem Prozess hätten demnach das Recht auf Freiheit und auf freie Meinungsäußerung verletzt. Die Türkei soll den acht Klagenden in dem Fall je 16 000 Euro zahlen. In einem international aufmerksam verfolgten Prozess waren im April 2018 in der Türkei insgesamt 13 Ex-Mitarbeiter der "Cumhuriyet" zu Strafen zwischen zweieinhalb und zehn Jahren Haft wegen Terrorvorwürfen verurteilt worden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit Sitz im französischen Straßburg gehört zum Europarat.

Europäischer Filmpreis: Zwei deutsche Nominierungen

Für den Europäischen Filmpreis sind zwei Filme aus Deutschland im Rennen. Das Liebesdrama "Undine" von Christian Petzold und die Literaturverfilmung "Berlin Alexanderplatz" von Burhan Qurbani wurden für die Katagorie "Bester Film" nominiert, wie die Europäische Filmakademie bekanntgab. Die Schauspielerinnen Paula Beer ("Undine") und Nina Hoss ("Schwesterlein") sind als beste Darstellerin vorgeschlagen. "Berlin Alexanderplatz" hat außerdem Chancen auf den Drehbuchpreis. Insgesamt sind sechs Produktionen für den "Besten Film" vorgeschlagen: Neben den beiden Filmen deutscher Regisseure sind es "Another Round" von Thomas Vinterberg, "Corpus Christi" von Jan Komasa, ´"Martin Eden" von Pietro Marcello und "The Painted Bird" von Václav Marhoul. Die Preisträger werden vom 8. bis 12. Dezember digital bekanntgegeben.

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