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Konzert / Archiv | Beitrag vom 25.03.2020

Schwedischer Rundfunkchor unter Giedrė ŠlekytėRomantik für den Chor

Moderation: Ruth Jarre

Im Mittelpunkt des Porträts der Dirigentin stehen ihre blauen Augen. (Giedrė Šlekytė / Theresa Pewal)
Giedrė Šlekytė hat lange selbst im Chor gesungen und kam über das Chordirigieren ans Pult. (Giedrė Šlekytė / Theresa Pewal)

Die junge litauische Dirigentin Giedrė Šlekytė ist in Chören groß geworden. Mit diesem Konzert gibt sie ihr Debüt beim Schwedischen Rundfunkchor.

"Es fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen!". Das sagt Giedrė Šlekytė über ihre Arbeit mit dem Schwedischen Rundfunkchor. Denn es ist ihr erstes abendfüllendes A-cappella-Konzert mit einem professionellen Chor. In den letzten Jahren hat sie vorwiegend an Opern- und Konzerthäusern gearbeitet. Seit ihrer Zeit als 1. Kapellmeisterin der Oper Klagenfurt ist sie international unterwegs, war unter anderem in Zürich, Berlin und Vilnius sowie bei den Salzburger Festspielen zu Gast.

Herzensstücke aus der Heimat

Für das Programm hat Giedrė Šlekytė Lieblingswerke der deutschen Romantik ausgewählt von Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger und Johannes Brahms, dazu Werke von zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten ihrer litauischen Heimat. Darunter Bronius Kutavicius, Onute Narbutaite und Vaclovas Augustinas.

Die konzentrierte Dirigentin ist bei ihrer Arbeit zu sehen. (Giedrė Šlekytė / Thomas Ernst)Giedrė Šlekytė kommt aus keiner Musikerfamilie - der Vater ist Mathematiker und ihre Mutter ist Zahnärztin. (Giedrė Šlekytė / Thomas Ernst)

Dabei lüftet Giedrė Šlekytė ein gute gehütetes Geheimnis der Musikgeschichte: Wir alle, so erklärt sie, kennen eines der zahlreichen litauischen Volkslieder, wenn auch aus gänzlich unerwartetem Zusammenhang. Mit dem berühmten Fagottsolo aus "Le Sacre du Printemps" zitiert Igor Strawinsky eine litauische Volksmelodie. Im vorletzten Werk des Programms, "Sutartine" von Romualdas Grazinis, ist diese Melodie deutlich zu hören.

Der Chor steht breit aufgefächert in einem modernen hellen Raum. (Schwedischer Rundfunkchor / Kristian Pohl)Der Schwedische Rundfunkchor wurde im Mai 1925 gegründet. (Schwedischer Rundfunkchor / Kristian Pohl)

Aufzeichnung des Konzertes vom 8. Februar 2020 in den Berwaldhallen Stockholm

Justé Janulyte
Aquarelle

Felix Mendelssohn Bartholdy
"Denn er hat seinen Engeln befohlen"
Trauergesang, op. 116

Max Reger
Acht geistliche Gesänge, op. 138:
Der Mensch lebt und besteht nur eine kleine Zeit
Nachtlied

Felix Mendelssohn Bartholdy
Drei Psalmen op. 78:
"Richte mich, Gott"

Johannes Brahms
Fest- und Gedenksprüche, op. 109

Bronius Kutavicius
Giedantis vezys (Der singende Hummer)

Vaclovas Augustinas
Tykus tykus

Onute Narbutaite
Vasara (Sommer)

Romualdas Grazinis
Sutartine

Vaclovas Augustinas
Trepute martela

Schwedischer Rundfunkchor
Leitung: Giedrė Šlekytė

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