Freistil, vom 08.06.2014, 20:05 Uhr

SchulwesenSilentium - Rückblicke auf das Leben im Internat

Von Rolf Cantzen

Internatsaufenthalte gehören nicht nur in England zur Eliteschulung. Sie vermitteln den Kindern gutbetuchter Familien das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Neben Internaten mit reformpädagogischen Zielsetzungen gibt es auch Einrichtungen, die ihren Zöglingen eine christliche Erziehung zuteilwerden lassen wollen.

Ein Schüler sitzt im Klassenzimmer mit Blick auf die Tafel und zeigt auf. (dpa / picture alliance / Patrick Pleul)
Prägen Internate die Persönlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler? (dpa / picture alliance / Patrick Pleul)

In jedem Fall ist dieses Leben außerhalb der Familie eine persönlichkeitsprägende Erfahrung. Ehemalige Internatsschüler versichern, dass die besondere Sensibilität gegenüber Stimmungen in Gruppen einige zu guten Teamworkern mache. Andere dagegen meinen, Internate erzögen zu ellenbogenbewehrten Egoisten oder zu Menschen, die sensibel geblieben sind gegenüber erlittenen Demütigungen. In Literatur und Film fungieren Internate häufig als Lebenshintergrund der Protagonisten. Sei es in Jugendbüchern, wie "Das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner, in Joanne K. Rowlings Fantasy-Epos "Harry Potter", das in einem Zauberinternat spielt, oder in Robert Musils Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß", der die Internatsliteratur prägte.

Produktion: DLF 2011

Silentium. Rückblicke auf ein Leben im Internat (PDF) (202 kB)

Silentium. Rückblicke auf ein Leben im Internat (56 kB)

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