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Interview | Beitrag vom 03.08.2020

Schulbeginn in Mecklenburg-VorpommernMasken auf und lernen

Torsten Schwarz im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Zwei Mädchen mit Schulranzen und Mund-Nasen-Schutz. (picture-alliance/dpa/Jens Büttner)
Endlich wieder in die Schule - in Mecklenburg-Vorpommern geht der Unterricht wieder los. (picture-alliance/dpa/Jens Büttner)

In Mecklenburg-Vorpommern beginnt das neue Schuljahr - mit einem strengen Hygienekonzept für Schüler und Lehrer. Ab jetzt heiße es Daumen drücken, dass alles gut geht, sagt Schulleiter Torsten Schwarz aus Lübz.

Heute startet Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland ins neue Schuljahr. Die Schülerinnen und Schüler dürfen zwar zurück in die Schulen - "normal" wird der Unterricht unter den Bedingungen der Coronakrise allerdings nicht.

Ein ausgefeiltes Hygienekonzept soll helfen, Infektionen zu verhindern. Torsten Schwarz, Leiter des Eldenburg-Gymnasiums in Lübz hofft nun, "dass all das, was wir in den letzten Wochen vorbereitet haben, auch gelingen möge".

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Insgesamt sei man inhaltlich und organisatorisch ganz gut vorbereitet, sagt Torsten Schwarz. Man habe als Kollegium zusammengesesssen und Hygienepläne geschrieben, feste Lerngruppen gebildet, Lehrpläne gestrafft und neue Wege innerhalb der Schule sowie Raum- und Pausenhofpläne neu entwickelt. Zusätzlich gelte außerhalb der Unterrichtsräume eine Maskenpflicht. "Ab jetzt heißt es eigentlich Daumen drücken", dass alles so klappe, wie man es sich vorgestellt habe.

Freizeitverhalten nicht kontrollierbar

Natürlich lasse es sich nicht ausschließen, dass sich Schülerinnen und Schüler an der Bushaltestelle, dem Sportverein oder in der Freizeit treffen, räumte der Direktor ein. "Das ist etwas, das außerhalb des Verantwortungsbereichs von Schule liegt. Wir können sensibilisieren, wir können Eltern mit ins Boot holen und dafür sorgen, dass es ein hohes Maß an Vernunft an der Stelle gibt - aber garantieren können wir das nicht."

Sorge vor Corona-Fall an der Schule

Seine Sorge bleibe daher, dass es zu einem Corona-Fall an seiner Schule kommen könnte und man die Kinder wieder in den Online-Unterricht schicken müsse. Das habe zwar gut geklappt, erklärt Schwarz. Lernen funktioniere aber in erster Linie über Beziehung und Lernen aus der Distanz könne Präsenzunterricht zwar gut ergänzen, aber nicht dauerhaft ersetzen. "Und ich habe auch das Gefühl, es gibt auf allen Seiten diesen enormen Wunsch nach einem Stückchen mehr Normalität."

(cmk)

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