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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 12.09.2017

SchrottimmobilienDeutschlands Kampf gegen die maroden Häuser

Von Catalina Schröder

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Ein verfallendes Wohnhaus in Halle (Saale) zwischen frisch sanierten Häusern. (picture alliance / Maximilian Schönherr)
Schrottimmobilien - in vielen ostdeutschen Städten noch immer ein Problem. (picture alliance / Maximilian Schönherr)

Verwahrlost und abbruchreif - in vielen strukturschwachen Städten verschandeln sogenannte Schrottimmobilien das Stadtbild. Ein Problem, dem die klammen Kommunen nur mit Mühe beikommen.

Viele ostdeutsche Kleinstädte und das westdeutsche Ruhrgebiet haben ein gemeinsames Problem: verwahrloste Immobilien, die das Stadtbild verschandeln. Im Osten stammen sie meist aus der Wendezeit. In Westdeutschland sind sie oft das Resultat des zu Grunde gegangenen Bergbaus.

Geschäfte sind geschlossen, Häuser verlassen. Manchmal stehen ganze Straßenzüge leer. Im brandenburgischen Luckenwalde hat man erfolgreich gegen die Verwahrlosung angekämpft, doch noch immer gibt es zwischen den bereits sanierten Gebäuden Schrottimmobilien. Gelsenkirchen ist seit diesem Jahr eine von acht Städten in NRW, die mehrere Millionen vom Land bekommen, um Schrottimmobilien aufzukaufen und zu sanieren.

Ein Abbruchhaus, aufgenommen in Berlin im Bezirk Kreuzberg (picture alliance / Wolfram Steinberg)Ein Abbruchhaus, aufgenommen in Berlin im Bezirk Kreuzberg (picture alliance / Wolfram Steinberg)

Im Unterschied zum Osten Deutschlands kämpft man im Ruhrgebiet noch mit einem weiteren Problem: Viele heruntergekommene Immobilien wurden von dubiosen Besitzern an Armutsmigranten aus Bulgarien oder Rumänien zu völlig überteuerten Preisen vermietet. Bevor eine Immobilie überhaupt saniert werden kann, muss sie deshalb häufig erst einmal geräumt werden. Keine leichte Aufgabe für die Städte.

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