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Literatur / Archiv | Beitrag vom 11.02.2018

Schriftstellerinnen aus LateinamerikaMikrokosmen und Computerviren

Von Peter B. Schumann

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Die argentinische Schriftstellerin Selva Almada (imago stock&people)
Die argentinische Schriftstellerin Selva Almada (imago stock&people)

Lateinamerikas Literatur boomt. Doch anders als in den 60er- und 70ern, als García Márquez, Mario Vargas Llosa und Julio Cortázar Erfolge feierten, liest man heute Frauen: Schriftstellerinnen wie Selva Almada, Esther Andradi, Samanta Schweblin und Pola Oloixara.

In Lateinamerika schicken sich Schriftstellerinnen an, die Schriftsteller zu überflügeln. Sie erobern einen immer größeren Anteil am Buchmarkt.

Man spricht bereits von einem zweiten Literaturboom. Im ersten in den 60er- und 70er-Jahren spielten Frauen keine Rolle - weltberühmt wurden damals Gabriel García Márquez, Mario Vargas Llosa, Carlos Fuentes, Julio Cortázar und andere Männer.

Die Emanzipation hat den Literaturbetrieb erreicht

Inzwischen hat die Emanzipation auch den Literaturbetrieb erreicht, hat Hemmschwellen und Vorurteile beseitigt und eine Fülle von Talenten hervorgebracht. Die meisten Schriftstellerinnen scheinen aus Argentinien zu kommen: Selva Almada, Esther Andradi, Samanta Schweblin und Pola Oloixarac. Zumindest deutet die Zahl der hierzulande publizierten Bücher darauf hin.

Die Autorinnen unterscheiden sich untereinander thematisch und stilistisch auffallend stark. Die Argentinierin Maria Cecilia Barbetta hat ihren ersten Roman gar auf Deutsch geschrieben:

"Die deutsche Sprache ist meine Geliebte und ich muss sie erobern. Und das versuche ich die ganze Zeit, aber das gelingt mir nicht. Und dass es mir nicht gelingt, macht das Ganze für mich nur noch faszinierender."

Hier das Manuskript in voller Länge als PDF-Datei.

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